Rückblick 2014

Bootstaufe im Schuppen 6
Geschrieben von: Henry Klüssendorff
Eine besondere und sehr emotionale Bootstaufe konnten wir am 11. Januar in einer Pause des Ergocups in Schuppen 6 miterleben. Viele Mitglieder unseres Vereins hatten den Weg zum Schuppen 6 gefunden, um bei der Bootstaufe unseres neuen Achters anwesend zu sein. Mit einer spezieller Musik und Zeremonie wurde der neue schwarze Achter von der Hallendecke heruntergelassen.Ein Achter neuester Bauart der Bootswerft BBG Berlin, gespendet von unserem Mitglied Hans-Werner Danckwardt. Mit einer sehr persönlichen und emotionalen Rede übergab Hans-Werner Danckwardt das Boot zur Taufe an seine Tochter Alexandra, die extra deswegen aus der Schweiz nach Lübeck gekommen war.



Fotos: Martina Klüssendorff
Die Lübecker Ruder – Gesellschaft v.1885 e.V. freut sich sehr und dankt Hans-Werner Danckwardt für diese großzügige Spende.

Endlich Rudern! – U23 Trainingslager Breisach am Rhein (13.02.-23.02.14)
Geschrieben von: Lisa Peterson

Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen seit Anfang Januar mussten wieder sehr viele Trainingseinheiten nach drinnen verlagert werden. Das Lieblingsgerät eines jeden Ruderers ist leider nicht das Ergo! Dennoch mussten wir viele Stunden auf diesem Foltergerät absolvieren. Es war jedoch Besserung in Sicht!Es geht aufwärts mit dem Wetter!

Am 13.2.2014 reiste ich mit meiner neuen Trainingsgruppe aus Hamburg ins Trainingslager nach Breisach am Rhein/ Frankreich. Untergebracht waren wir in einer Jugendherberge, welche direkt am Außenarm des Rheins platziert war. Der kurze Weg zum Boot und längeres schlafen waren also gesichert. Grundsätzlich vorgenommen hatten wir uns für dieses Trainingslager erst mal wieder ins Boot zu steigen und ordentlich viele Kilometer zu schrubben.

Anfangs war es schwierig dem Trott vom Ergo zu entkommen. Folge war leider, dass das Boot anfangs eher sehr Zeh lief, dennoch über mehrere gefahrene Kilometer merkte man wie man nach und nach wieder ,das Rudern lernte“. Am zweiten Tag machten mir jedoch meine gereizten Hände (gefühlte 100 Blasen) ein Strich durch die Rechnung. Eine Rudereinheit musste ausgesetzt werden, weil ich die Skulls leider nicht mehr anfassen konnte und die Gefahr drohte, dass sich die Wunde entzündet. Autsch!

Bei meist sonnigen 13-14 Grad und spiegelglattem Wasser konnte ich dann die folgenden Trainingseinheiten weiter absolvieren. Leider könnte ich nicht die vollen geplanten zwei Wochen am Trainingslager teilnehmen, da die Pflicht ruft- meine Ausbildung. In ca. drei Wochen geht es dann aber schon wieder für mich nach Soustons- Frankreich, wo wir uns dann explizit auf die anstehende Langstreckenregatta Anfang April in Leipzig vorbereiten werden.

DRV Trainingslager Soustons/Südfrankreich
Geschrieben von: Lynn Jessen
Teilnehmer Lynn Jessen, Ole Schwiethal

Die Anreise am Freitag 14.2. war etwas heikel. Aufgrund von zu viel Wind konnten wir nicht in Bilbao landen. Gelandet sind wir in Madrid und von dort waren wir dann noch 8h mit dem Bus unterwegs nach Soustons anstatt von zweien, deswegen entfiel unsere erste Einheit am Freitag, und auch Samstag durften wir „ausschlafen“, es gab erst um 8:00 Frühstück, sonst müssen wir immer um 7:00 im Essensaal sitzen.

Insgesamt haben wir hier ziemlich gute Trainingsbedingungen. Genug Zeit und den 4km-langen See praktisch nur für uns. Genügend Motorboote für die Trainer, warmes Wetter und meistens Sonne und wenig Wind. Einen Tag hatten wir so viel Wind, dass die meisten Trainingsgruppen ihr Training nach drinnen verschoben haben (105MINUTEN Grundausdauer Land).

Immer noch besser als Ole, der morgens bei dem Megawind, Hagel und Kälte draußen war. Prompt sind einige aus dem 8+ krank. Bei den Jungs gibt es hier allgemein etwas mehr Druck. Die Ruderer, die sich im 4- als schnelle Kombinationen erweisen und sich gut ins Boot einbringen sollen im 8+ sitzen. Diese Mannschaft darf am 8.3. einen Einladungsrennen gegen Oxford fahren. Und für Ole sieht es bisher ganz gut aus. Er hat sowohl in den Belastungen im Vierer überzeugt als auch im 8+ eine gute Figur gemacht.

Auch bei uns (den drei leichten Frauen) ist die Konkurrenz nicht zu übersehen. Jede will, wenn sie im Doppelzweier sitzt, ihr bestes einbringen und zeigen, dass das Boot besser ist, wenn man drin sitzt. Da wir nur zu dritt sind muss immer eine von uns Einer fahren, was etwas nervig ist, da man dort fast keine Betreuung bekommt. Bisher bin ich jedoch relativ viel Doppelzweier gefahren, da Leonie die ersten Tage krank war und nicht trainieren durfte. Seit sie wieder gesund ist wechseln wir munter durch und probieren alle möglichen Kombinationen aus.

Gesehen haben wir noch nicht allzu viel vom Ort und der Umgebung, aber hoffentlich schaffen wir es wenigstens noch einmal an den Atlantik zu fahren, der ist schließlich nur 10km entfernt und wir haben ja auch jeden dritten Tag am Nachmittag keine Einheiten mehr. Da wir aber nur einen kleinen Bus haben wissen wir leider noch nicht, ob das klappt. Die Trainer wollen, dass wir an einem freien Nachmittag auch wirklich NICHTS machen, damit wir fit sind für die anderen zweieinhalb volle Trainingstage. Wir machen hier bis zu 4 Einheiten am Tag.

Wir hoffen, dass wir auch den Rest der Zeit noch gutes Wetter und Wasser haben, so dass wir gut zum trainieren kommen und fit wieder zuhause ankommen. Außerdem hoffen wir schon seit der Anreise, dass unser Flieger am Freitag von Bilbao abfliegt, also drückt uns die Daumen für alles weitere.

Ausbildung für Ausbilder – 5. Workshop in der Lübecker Ruder-Gesellschaft
Geschrieben von: Karsten Schwarz

Bereits zum fünften Mal richtete die Lübecker-Rudergesellschaft einen Ausbilder-Workshop aus. Informationsaustausch, Praxistipps und eine Verständigung auf gemeinsame Standards in der Rudertechnik stehen seit Beginn der Workshopserie im Vordergrund dieser Veranstaltung. Inzwischen hat der Ausbilderworkshop auch über die Bootshausgrenzen der LRG eine guten Namen: Über 30 Teilnehmer aus allen vier Lübecker Rudervereinen, einer Schülerruderriege und dem Itzehoer Ruderclub standen 2014 auf der Anmeldeliste.

Ausgehend von ihren eigenen Erwartungen an gute Ausbildung beschäftigte sich die Gruppe an zwei Abenden (11.03. und 18.03.) mit folgenden Themen:

Ziele oder Sollergebnisse der Ruderausbildung: Vor der Auseinandersetzung mit Inhalten und Methoden steht die Frage, was möchten wir erreichen. Die Teilnehmer nannten ihre persönlichen Zielvorstellungen, die sich zu den Schwerpunkten Freude am Rudern, Erlernen des Bewegungsablaufes, Sicherheit, Manschaftsfähigkeit und Selbstständigkeit bündeln lassen. Dabei stand die Vermittlung der Ruderfreude und einer guten Rudertechnik auf der Prioritätenliste weit oben. Wichtig sind den angehenden Ausbildern die Integration der Anfänger in die Ruderfamilie.

„Stoßt ab! – Steigt ein!“ Oder war das doch umgekehrt? Die ersten Ruderversuche fordern sowohl Anfänger und als auch Ausbilder. Wie und wann erklären wir Anfängern, was uns inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen ist? Ausbildungsorganisation und Lernelemente wurden von Henning Lippke und Karsten Schwarz ebenso präsentiert wie die Lernliste zur Ruderausbildung. Schließlich benannten die Teilnehmer die aus ihren Sicht schwierigste Situation oder größte Herausforderung bei der Ausbildung, um gemeinsam mögliche Lösungen zu diskutieren. Manövrierfähigkeit eines Anfängerbootes, Geduld im Umgang mit den Neuen oder ganz einfach der passenden Erklärungsansatz sorgten für regen Meinungsaustausch.

„… Augen im Boot!“ Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, zu rudern. Was ist richtig, was falsch? Auf welche Merkmale achten wir am besten von Anfang an? Volker Tiedemann vermittelte mit Videoaufzeichnungen sehr anschaulich und ausführlich das Rudertechnik-Leitbild im Skullen. Einige Hinweise auf die wichtigsten Einstellungen am Boot rundeten dieses Referat ab.

„Ausgesprochen erfolgreich?!“ Als Ausbilder kommunizieren wir eigentlich ständig: Auf dem Bootsplatz, im Boot und im Austausch mit anderen Sportlern. Warum dabei so oft Missverständnisse auftauchen, wie wir ein Gespräch beim nächsten Mal erfolgreicher führen können und wie wir aus scheinbar festgefahrenen Situationen herauskommen erläuterte Michael Schwarz. Die Kernbotschaften dieser kurzweiligen Reise durch die Welt der Kommutation lautete: Übungsleiter und Ausbilder sind die entscheidende Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Und: In der Anfängerausbildung werden die Grundsteine für die Mitgliederbindung gelegt!

Nicht nur die Referenten Volker Tiedemann, Henning Lippke, Michael Schwarz und Karsten Schwarz, sondern auf die Teilnehmer, die das umfangreiche Programm mit Interesse und Aufmerksamkeit belohnten, gestalteten zwei sehr erfolgreiche Workshopabende. Einigkeit herrschte darüber, dass der Workshop wieder einmal wichtige Impulse für die Praxis lieferte. Durch Vermittlung des Leitbildes Rudertechnik, Kommunikationshilfen oder auch ein klares Rollenverständnis von der Aufgabe als Ruderausbilder.

Teamrowing in der LRG
Geschrieben von: Geert Bruns

Als ein Mensch, der in den frühen 80er Jahren Lübeck und damit leider auch der LRG den Rücken zugekehrt hatte, bin ich wohl so etwas wie ein ruderischer Spätheimkehrer, der erst seit etwa einem halben Jahr wieder am aktiven Geschehen in unserem Verein teilnimmt. Endlich wieder so richtig im Ruderboot angekommen, war dann allerdings die Saison auch schon gleich wieder vorbei, und ich musste mich auf die Suche nach einer Möglichkeit machen, die wiedergefundene Lust an der rudersportlichen Bewegung anderweitig auszuleben. Doch wie ersetzt man in der dunklen Jahreszeit das herrliche Dahingleiten in einem der schönsten Ruderreviere überhaupt? Zugegeben, auch unser Hantelraum und die vielen Ruderergometer sind sehr gute Voraussetzungen, um sich ganz individuell und zu fast allen Tageszeiten sportlich zu betätigen.
Aber der innere „Schweinehund“ lässt sich nun mal am besten in der Gemeinschaft überwinden.
In diesem Zusammenhang habe ich dann zum erste Mal vom „Teamrowing“ in der Lübecker Rudergesellschaft gehört: Bis zu 17 Ruderinnen und Ruderer stellen sich die Ruderergometer in einem Halbkreis auf und Rudern gemeinsam in zwei „Halbzeiten“ eine knappe Stunde lang zu allen möglichen rhythmischen Pop-Stücken der vergangenen 30 Jahre. Voraussetzung dabei ist eine gekonnte Musikauswahl, bei der der jeweilige Song vom Takt her genau zu der gerade von den „Instructors“ Nora und Jörn vorgegebenen Schlagzahl passt. Karsten, der auch die Gesamtleitung des ganzen Unternehmens hat, entwickelt schon einen Monat im Voraus den jeweiligen Ablauf einer Trainingseinheit mit unterschiedlichen Intensitäten und Schlagfrequenzen. Die dazu passende Musik wählt Henning aus einem offensichtlich schier unerschöpflichen Reservoir aus, und es sei an dieser Stelle vermerkt, dass sein Programm oft deutlich besser ist, als bei so manch einem bekannten Radiosender! Nun ja, vielleicht ist das aber auch nur Geschmacksache.

Trainiert wird im Verlauf des Winters nach einem differenzierten Trainingsprogramm, dass sowohl Grundlagenausdauer als auch eine gewisse Sprintfähigkeit mit höheren Schlagzahlen zum Ziel hat. Auch wenn man dabei alle Schlagfrequenzen wie im Großboot gemeinsam absolviert, hat jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer trotzdem die Möglichkeit, die Intensität der Einheit ganz individuell an die eigenen Kräfteverhältnisse anzupassen. Die Ruderergometer bieten eine 10-stufige Einstellung gewissermaßen für den „Druck am Blatt“, und das Display gibt Rückmeldung über die Leistung, die man da so zustande bringt, je nach Geschmack in Watt, „geruderten Metern“ oder auch Kalorien. Anders als im Mannschaftsboot wird bei nachlassender Kraft oder Motivation nicht gleich das gemeinsam bewegte Boot langsamer, sondern es schrumpfen nur die eigenen Werte. Wenn man dann noch vermeidet, auf das Display seines wie wild arbeitenden Nachbarn zu spicken und unsinnige Vergleiche anzustellen, kann man sich auch mal eine ganz entspannte, eher meditative Einheit gönnen. So bietet sich für Ruderinnen und Ruderer mit ganz unterschiedlicher körperlicher Voraussetzung, Erfahrungshintergrund und rudersportlicher Ambition die seltene Gelegenheit, wirklich zusammen zu trainieren. Was das für die Gemeinschaft unseres Vereins insgesamt bedeutet, kann man denke ich gar nicht hoch genug bewerten!

Und als wäre das bisher beschrieben noch nicht Grund genug, unbedingt am Teamrowing teilzunehmen, hielten Karsten und sein Team an einigen Trainingsabenden noch ein ganz besonderes „Schmankerl“ für uns Ruderer bereit: An so einem Abend sind die Ergometer nicht wie sonst auf die Fensterfront ausgerichtet, sondern auf die gegenüber liegende Wand. Am Scheitelpunkt des Halbkreises steht ein Beamer, über den ein Film in kinomäßigem Format an die Wand geworfen wird. Was ich dann beim ersten Mal zu sehen bekam, hat mir ehrlich gesagt zunächst die Sprache verschlagen. Henning und Jörn holen uns mit Hilfe moderner Sportvideotechnik mit an Bord ihres Einers oder Doppelzweiers. An einem strahlend schönen Sommerabend rudert man dann bei spiegelglattem Wasser vom Bootshaus los, und selbstverständlich erklingt wieder die tolle Musik aus den Boxen, während das jeweils gespielte Stück, die Band und natürlich auch die dazugehörige Schlagzahl am unteren Bildrand eingeblendet wird. Sensationell ist dabei für mich, dass die Jungs in ihren Booten selbstverständlich genau in dem Rhythmus rudern, den das Musikstück für uns alle vorgibt. Gelegentlich wird sogar die Kameraperspektive gewechselt oder aus einem anderen Boot heraus gefilmt. Natürlich kam auch schon der Drohnenhubschrauber zum Einsatz. Die Perspektivwechsel geschehen vollkommen ohne wahrnehmbare Brüche und in totalem Einklang mit dem Wechsel der Musikstücke. Die Filme nehmen uns sowohl auf die bekannte Trainingsstrecke Richtung Büssauer Schleuse als auch auf eine Stadtrundfahrt bis in den Hafen hinein mit. Ich muss gestehen, ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie viel Zeit Henning und Jörn da für die drei bis jetzt existierenden Filme auf dem Wasser und an ihren Rechnern investiert haben. Überflüssig zu erwähnen, dass diese besonderen Trainingseinheiten von Karsten natürlich genau in seinen langfristigen Trainingsplan für uns alle eingebettet sind.

Nun war es aber zunächst gar nicht so leicht, an diesem tollen Angebot teilzunehmen, da die zwei Gruppen, die jeden Mittwochabend in der Zeit von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr und von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr nacheinander trainieren, hoffnungslos ausgebucht schienen. Dank einer von Karsten sehr konsequent geführten Teilnehmerliste mit „Stammteilnehmern“ und „Nachrückern“ gelingt es jedoch tatsächlich, fast alle der mittlerweile 36 Interessierten regelmäßig unterzubringen. Eine ganz wesentliche Voraussetzung ist dabei, dass Karsten sich jedes Wochenende vorher mit der Zuverlässigkeit eines Schweizer Uhrwerkes per Mail bei jedem auf dieser Liste meldet, verbunden mit der Bitte um ebenso zuverlässige Rückmeldung, ob man tatsächlich kommt oder ob der Platz anderweitig vergeben werden kann.

In der Planung, Organisation und Durchführung dieses wirklich attraktiven Trainingsangebotes steckt meiner Meinung nach unglaublich viel Arbeit aber eben auch sehr viel Liebe zum Detail und zur Gemeinschaft in unserem Verein. Dafür möchte ich mich, an dieser Stelle einmal ganz recht herzlich bei Nora, Jörn, Henning und Karsten bedanken, und ich hoffe, ich spreche da auch im Namen aller anderen „Teamrower“.

Gutes Wetter lockt mehr als 40 Teilnehmer zum Saisonstart ins Bootshaus
Geschrieben von: Karsten Schwarz

Es war fast schon wie beim Anrudern: Boot um Boot wurde aus der Halle getragen, um die Menge von 41 Ruderinnen und Ruderern aufzunehmen. Die Freizeitruderer veranstalten auch 2014 eine Refresher-Aktion für alle Wiedereinsteiger nach dem Winterschlaf und zum „Kick-off“ wurde wie immer die Altstadt umrundet. Wie immer? Erinnern wir uns an vergangenes Jahr: Da lag zum Beginn der Refresher-Aktion gut ein halber Meter Schnee auf dem Bootsplatz. Diesmal konnten die Ruderer bestes Frühlingswetter genießen und der anschließende Kaffee auf dem Bootsplatz eingenommen werden.

Head of the River Amstel 2014
Geschrieben von: Günter Greve

Auch in diesem Jahr zog es uns wieder nach Amsterdam zu diesem großartigen Rennen, das zu den ältesten niederländischen Ruderwettbewerben zählt. Seit 1933 gibt es dieses Rennen, das aus dem Herzen Amsterdams ins beschauliche Ouderkerk führt. Wir waren in diesem Jahr das zweite Mal dabei.

Aus dem letzten Jahr waren nur 4 Ruderer wieder dabei, die halbe Mannschaft wurde durch andere Mitglieder des Masters-Teams ersetzt. Unterschiedliche Besatzungen in Rennen gehören bei uns zum Programm, damit jeder mal das Erlebnis Wettkampf genießen kann. Aber es gab auch ungeplante Ausfälle, so dass Karsten den Schlag übernehmen musste, während Jörn die Lücke auf Co-Schlag schließen konnte. Zusätzlich komplettierte Gert den Achter sehr kurzfristig, so dass wir vollständig waren. Als Steuerfrau konnten wir Doro gewinnen, die uns bereits im letzten Jahr über den anspruchsvollen Kurs gebracht hatte. Als Bonus brachte sie noch ihren Freund Malte mit, der von uns sofort als Landdienst angeheuert wurde. Schuhe in Sicherheit bringen, Startnummern besorgen, Fotos machen – das volle Programm.
Wir hatten uns in diesem Jahr für einen neuen Riggerplatz entschieden. Auf einem Firmengelände direkt an der Amstel hatte der Ruderverein RIC für ein sehr angenehmes Plätzchen gesorgt. Gute Parkmöglichkeiten für Autos und Bootsanhänger, ein parkähnliches Gelände als Bootsplatz und gepflasterte Wege, um das Boot trockenen Fußes zum Steg zu bringen – was will man mehr?
Nach dem Frühstück am Samstag im Hotel gingen wir rechtzeitig aufs Wasser, da in diesem Jahr bereits am Samstagnachmittag die ersten Rennen stattfanden. In diesem Training mussten wir probieren, wie die ungewohnte Konstellation funktionierte. Das Boot lag etwas unruhiger im Wasser, im Großen und Ganzen war die Generalprobe jedoch in Ordnung. Für die halbe Mannschaft war es ein Wiedersehen, die andere Hälfte konnte sich mit der Strecke vertraut machen: nicht immer waren die Augen im Boot, aber ein bisschen Sightseeing musste wohl auch sein.
Nach einem kurzen, gemeinschaftlichen Kuchengemetzel auf meinem Zimmer und einer anschließenden kurzen Mittagspause starteten wir Richtung Stadtmitte. Die ersten Kilometer an der Amstel legten wir zu Fuß zurück, um die ersten Rennen zu beobachten, bevor wir in die S-Bahn umstiegen. Nach der obligatorischen Grachtenfahrt, einem Bummel durch die Altstadt und dem Besuch eines Steakhouses, ließen wir den Abend im Hotel bei einem Bierchen ausklingen.
Sonntag starteten wir – ich möchte fast sagen traditionell – unseren Tag bei De Hoop. In der Gastronomie des Rudervereins hatten wir wieder perfekte Ausblicke auf die Rennstrecke und die ersten Starts, während wir noch gemütlich frühstückten. Unsere Anspannung stieg und selbst die niedergehenden heftigen Hagelschauer konnten uns nicht davon abbringen, dem Rennen entgegen zu fiebern.
Als wir planmäßig um 13:45 das Boot zu Wasser lassen, herrscht schönes Frühlingswetter. Ohne naß zu werden, können wir uns einfahren und gelangen wie im letzten Jahr trotz der zahlreichen Teilnehmer relativ unproblematisch in die Startzone. Favorite Hammonia lässt neben uns die Muskeln spielen, 10 Dicke im Getümmel. Doro fragt nur: Wo wollen die denn hin?
Dann geht es auch schon los, Boot für Boot geht in einem gefühlt kürzeren Abstand als 15s auf die Strecke. Die Organisation ist perfekt und wir fahren pünktlich um 14:44 unter der Nieuwe Amstelbrug dem fliegenden Start entgegen. Jetzt gilt es! Wir finden relativ schnell zusammen und werden von Malte auf der Berlagebrug lautstark angefeuert. In diesem Jahr sind wir es, die bereits in der ersten Kurve überholen können. Nachdem Doro die gegnerische Mannschaft lautstark zur Seite gezwungen hat, können wir in der Innenkurve problemlos vorbei ziehen. Aber uns sitzt noch eine andere gegnerische Mannschaft im Nacken, die uns immer wieder näher zu kommen scheint. Wir haben Glück, dass die gegnerische Steuerfrau, nicht an Doros Qualitäten herankommt. So können wir dem Gegner immer wieder auf der Ideallinie davonfahren und den Vorsprung schließlich auch ins Ziel retten. Karsten und Doro müssen die Mannschaft immer wieder zur Ruhe bringen. Übermotiviert treiben wir die Schlagzahl hoch und rollen dabei zu schnell. Nach den korrigierenden Ansagen finden wir immer wieder zu einem guten Rhythmus zurück. Die Groote Bocht leutet das letzte Streckendrittel ein. Doro treibt uns an, es wird wieder eine Quälerei, aber eine Mannschaft gilt es noch zu holen. Die Aussicht auf ein weiteres erfolgreiches Überholmanöver kurz vor dem Ziel mobilisiert unsere letzten Kräfte. Und tatsächlich: auch diesen Gegner können wir niederringen. Das Horn ertönt – wir sind durch!
Zitat von Martin direkt nach dem Ziel: „Geil! Gleich noch mal!“ Ich weiß nicht, wie er das meint, aber ich bin fertig. Martin ist noch nicht fertig: „ Vorher habe ich mich gefragt, ob sich der ganze Aufwand lohnt. Das ganze Wochenende unterwegs, die Fahrerei, aber jetzt kann ich es verstehen!“ Dieses Glücksgefühl hat nur, wer dabei ist. Derjenige, der alles mit der Mannschaft gegeben hat, wird am Ende belohnt – meistens jedenfalls.
Jeder Freigeruderte kann sich bei Interesse an einem gemeinsamen Rennboottraining in der Mastersgruppe und Regattateilnahme (Mindestalter 27) bei mir melden. Wir sind offen für Neuzugänge und mit Kettwig wartet eine weitere tolle Regatta im Herbst auf uns.

PS: Fari, die zwei Plätze nach uns starteten, haben wir übrigens nach dem Start recht schnell aus den Augen verloren…

Mit viel Elan in eine neue Saison
Geschrieben von: Britta Rust

Mit dem Frühling startet auch die unmittelbare Saisonvorbereitung der Lübecker Achterruderinnen, die in ihrer dritten Saison in der PRODYNA Ruder-Bundesliga erstmals mit neuem Titelsponsor als Carstens-Lübecker-Marzipan-Achter an den Start gehen werden. Die Freude ist groß auf das Eröffnungsevent am 31. Mai in Frankfurt am Main.

Die Vorbereitung
Der Winter war hart für die Mädels aus der Hansestadt: Regelmäßige Ergometertests und viele Stunden im Kraftraum bedeuteten eine deutliche Verbesserung der Fitness, aber auch ständige Überprüfung des Leistungsstands. Die Wettkampfsaison begann schon kurz nach Silvester mit dem Ergocup in Lübeck und dem dortigen Sieg. Beim Finale der bundesweiten Indoor-Rowing Serie in Kettwig wurde dann mit Silber hinter dem Team aus Bremen der Grundstein für ein motiviertes Training einer langen Saison gelegt. Weiter ging es mit der Lübecker Langstrecke, wo die Ruderinnen vor allem gegen ihre Vorjahreszeit anfuhren und diese deutlich verbesserten.

Im März ging es für die Mannschaft dann auch schon zum Heineken Roeivierkamp nach Amsterdam, mit etwa 60 Frauenachtern in allen Altersklassen eine tolle Veranstaltung! So traf man unter anderem auch auf die Ligakonkurrenz aus Heidelberg. „Dass wir alle Rennen gegen die starken Heidelbergerinnen gewonnen haben, fühlt sich gut an“, freut sich Teamkapitänin Lotta Sydow. Wie gut die Frühform des Marzipanachters in diesem Jahr ist, wird auch auf der hauseigenen Regatta am ersten Maiwochenende gemessen werden. Im letzten Jahr wurde hier überraschend die Konkurrenz aus Hamburg geschlagen. Um sich einen genauen Überblick über die Leistung der Ruderinnen zu verschaffen, wird Trainer Alex Carius dort verschiedenste Bootsklassen und -besetzungen fahren lassen, natürlich in der Hoffnung, auch in diesem Jahr ein unangenehmer Gegner zu sein. Dass sie neben dem Achter auch noch schnell zu viert unterwegs sind, wollen vier Damen des Teams dann im Saisonverlauf auch bei den deutschen Hochschulmeisterschaften in Hannover beweisen.

Die Ziele
Mit dieser Vorbereitung strebt die Mannschaft einen Platz im Mittelfeld der PRODYNA Ruder-Bundesliga an. „Wir wollen endlich auch die ganz knappen Duelle gewinnen und somit in der Endabrechnung dann die Mannschaften in direkter Tabellennähe schlagen, um uns im Mittelfeld der Liga festsetzen“, wünscht sich Pressesprecherin Britta Rust.

Der Kader
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Kader sogar leicht vergrößert und verstärkt. Neben den Neuzugängen Sarah Falke und Alma Urban kann Alex Carius also weiterhin auf Ayesha Mende, Birthe Ellinghusen, Elena Warrlich, Frederike Jaeger, Friederike Bruß, Johanna Brast, Karen Zantop, Nana Bündgen und Lotta Sydow zurückgreifen. Da Stammsteuerfrau Silke Grabau nach Aachen zog, bildet sie nun ein ‚Steuerteam’ mit Julia Düser, Ricarda Schulz und Britta Rust.

Die Sponsoren
Unter der Flagge und mit der Unterstützung der Lübecker Ruder-Gesellschaft soll sich auch 2014 wieder eine deutliche Leistungssteigerung in der Entwicklung der Mannschaft zeigen. Sponsoring-Beauftragte Lisa Schmütz freut sich vor allem über das Engagement von Carstens Lübecker Marzipan, auf dessen süße Köstlichkeit sich auch die Ruderer der RBL in diesem Jahr wieder freuen können! Außerdem gilt der Dank der Firma Brüggen, die mit ihren Müsliriegeln immer für eine gute Wettkampfernährung sorgen.

Schleswig-Holstein-Tagesfahrt am 10. Mai 2014 – Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben …
Geschrieben von Susanne Dancker:

Wie das wohl ist, wenn 56 eine Reise tun – das habe ich mich gefragt, als klar war, dass für eine Tagesfahrt mit Schleusenstopps diese Zahl von Anmeldungen bestätigt war!
56 Wassersportratten aus zehn(!) norddeutschen Vereinen fanden sich am Samstag vor dem Muttertag auf dem Gelände des Möllner Ruder-Clubs zusammen – Karsten „der Rattenfänger“ Schwarz hatte gepfiffen und das hatte er nun davon …
Die Planung und Vorbereitung war generalsstabsmäßig, neun Lübecker Boote lagen am Morgen bereits aufgeriggert an den Gestaden des Ziegelsees und hatten zwei Nächte von großen Taten geträumt, drei Boote aus Mölln komplettierten die Flotte. Nach aufmunternden Worten, kurzen Stoßgebeten an den Wettergott und einer Runde Bootsplatz-Halma hatten sich die Besatzungen gefunden. Die Boote wurden von ihren Wasserlasten befreit, mit Menschen bestückt und zügig über zwei Stege in die Freiheit entlassen.
Der Anblick, der sich bot, war eindrucksvoll, aus zwölf Booten schallten einige Hurras über die Wasserfläche und auf ging es Richtung Elbe-Lübeck-Kanal. Zu Beginn wurde von den Steuerleuten noch getestet, ob nur vier oder vielleicht doch fünf Boote nebeneinander auf den Kanal passen, aber nach der ersten Aufregung streckte sich das Feld, die Mannschaften fanden ihr jeweils eigenes Tempo und rotteten sich vor jeder Schleuse wieder zusammen.

Das Schleusen, von einigen Wanderfahrten- und Schleusenneulingen mit Spannung und ein wenig Bangigkeit erwartet, verlief fünf Mal weitgehend störungsfrei – es hätten durchaus noch mehr Boote in die Schleusenkammern gepasst. Und das ein oder andere Mal brach sich Übermut Bahn – so ein „Hurra“ klingt in der Ebbe einer Schleusenkammer nach mehr als 56 Kehlen!
Eine kleine Verschnauf-, Beinestreck und Picknickpause am Oberwasser der Schleuse in Berkenthin unterbrach den ansonsten ja nicht so aufregenden Streckenverlauf, erste Erlebnisse wurden von Boot zu Boot ausgetauscht, dann ging es recht flott weiter, denn obwohl schon Mai war es gefühlt erst März und nicht so recht gemütlich in der Matsche…
Nach dem Passieren der letzten Schleuse in Büssau begann erstens für gut die Hälfte der Teilnehmer die Hausstrecke und im Übrigen der Regen … Wir hielten uns nicht mehr lange mit Sightseeing für Besucher auf und haste was kannste waren zwölf Boote am Bootsplatz der L.R.-G. aus’m Wasser, entladen, generalüberholt und in ihren Betten.
Ich hoffe, unsere Gäste hatten so viel Spaß wie wir und machen sich wieder auf den Weg, wenn es in Lübeck ’ne nette Tour zu rudern gibt – wir haben Euch Auswärtige gerne zu Gast gehabt!
Eine Danke geht nach Mölln für das das Beherbergen unserer Boote, ein weiterer Dank an Karsten Schwarz für die reibungslose Organisation und sein Helferteam fürs Anpacken!

Teilnehmende Vereine: Lübecker R.-G., Lübecker Frauen RG, Lübecker Frauen RK, Möllner RC, RG Lauenburg, Ratzeburger RC, RC Neumünster, RG Germania Kiel, Elmshorner RC, ARV Hanseat

Die Fünf-Schleusenfahrt – Ruderanfänger berichten
Geschrieben von: Jan Sander, Viola Wagner, Ute Kirschstein
So eine Wanderfahrt per Boot ist ja mit einer enormen Logistik verbunden. Da staunt der Anfänger! Wenn Karsten als Verantwortlicher einen auf dem Rückweg vom Trailer anweist, den Kollegen im Schuppen Bescheid zu geben, sie sollten die „Elbe“ und die „Haukohl“ klarmachen, die würden jetzt gut passen, und ich solle dann noch eine Treppe auf dem Rückweg mitbringen, zwei, drei Leute könne er auch noch brauchen, dann, ja dann bekommt man langsam eine Vorstellung davon, was es bedeutet, eine ganze Wanderfahrt mit knapp 60 Leuten in 12 Booten zu planen.
Ein bisschen „Muffen“ hatten wir dann doch, 32 Kilometer zu rudern und auch noch in einer Schleuse das Steuern zu übernehmen. Doch zum Glück saßen wir mit genügend „alten Hasen“ im Boot, die uns hilfreich mit guten Ratschlägen zur Seite standen. Theoretisch mussten wir das Schleusen für die Freiruderprüfung lernen, doch die Praxis ist als Erfahrung unübertrefflich, allein, das Gefühl dafür zu bekommen, wie positioniere ich das Boot im Schleusenbecken, wo setze ich den Haken an, ohne mit den Auslegern hängen zu bleiben oder mit weiteren Booten zu kollidieren
Glücklicherweise wurden wir durch die erste Schleuse gesteuert. Dort drängelte sich bei der Ausfahrt ein Motorboot mit einer ungeduldigen Besatzung vor und brachte unser Boot (natürlich aus meiner Sicht als Anfänger auf Platz 1) in sehr unangenehme Schwingungen. Trotzdem blieb die Stimmung gut und wir konnten uns kaum halten vor Lachen, als das Motorboot bei der nächsten Schleuse wieder auf 12 Ruderboote warten musste.
Aber nicht nur das Schleusen war es wert, diese Fahrt mitzumachen. Wieder lernten wir weitere Vereinsmitglieder kennen und schätzen, ebenso unsere wunderschöne Landschaft am Kanal mitsamt der Tierwelt.
Die Fahrt selbst verlief außerordentlich entspannt, nicht zuletzt wegen der sorgfältigen Auswahl der Bootsobmänner und -frauen. 32 Kilometer sind aus Sicht eines Anfängers auch kein Pappenstiel. Zum Glück gab’s eine phänomenale Jause an der Berkenthiner Schleuse. Aus den Reihen der LFRG wurde unter der Hand sogar ein leckeres Rhabarber-Likörchen ausgeschenkt. Auch die Muffins und Pizzastückchen unterschiedlichster Konsistenz und Couleur waren durchaus nicht zu verachten. Der Aufbruch in den letzten Abschnitt fiel dementsprechend schwer.
Auch mit dem Wetter hatten wir noch relativ viel Glück, da es erst ab Kronsforde etwas feuchter wurde, doch unsere Pause in Berkenthin bereits hinter uns lag und das Ziel bald erreicht war.
Als Anfänger sind wir immer wieder begeistert, dass wir auch bei Highlights mit machen dürfen und man uns mit großer Ruhe und Geduld alles, wenn notwendig auch immer wieder, erklärt. Ein richtig schöner Tag und gerade für uns die wir zum ersten Mal dabei waren, eine tolle Erfahrung

Gold im U23-Vierer mit Steuermann bei den Deutschen Meisterschaften
Geschrieben von Karsten Schwarz:
An diesem Wochenendefinden auf dem Beetzsee in Brandenburg die Deutschen Jugendmeisterschaften und die Jahrgangsmeisterschaften U23 statt. Bereits am Samstag konnten Marten Backmann und Ole Schwiethal die erste Goldmedaille für die LRG einfahren. gemeinsam mit Finn Schröder vom LRK und weiteren Sportlern aus Osnabrück und Hamburg setzten sie sich im SM B 4+ durch.

Ergebnisse vom ersten Renntag:

SF 1x B I 6. Platz A Finale Lena Fritze

SF4- B 4. Platz Lynn Jessen und Levke Gill in Rgm. mit Flensburg

SF 1 x B LG 3. Platz Lisa Peterson

SM 8+ B LG 1. Platz Steuerfrau Lisa Peterson

SM 8+ B 3. Platz Marten Backmann, Ole Schwiethal in Rgm.

Auch am zweiten Renntag der nationalen Titelkämpfe U17 – U23 kann sich die LRG über einen weiteren Sieg freuen. Lasse Pichner gewann mit der Auswahl des Ruderverbandes Schleswig-Holstein den Junior B Vierer ohne Steuermann.

Die weiteren Ergebnisse des Tages:

JF 2 x B 2. Platz für den RVSH Klara Grube LFRG

JM 4+ A 4. Platz Lars Höpken Rgm. LRG/Rgr.Geesthacht/ LRV MB_VP/RVSH

JM 2-B 3. Platz für den RVSH Lasse Pichner (mit Johannes Heimann, LRK)

JM 1x B LG 6. Platz im B-Finale für den RVSH Niklas Clasen

JF 4x+ B 2. Platz für den RVSH Klara Grube

JM 8+ A 5 Platz Lars Höpken, Mattis Noah Nüsse (Stm.) Rgm. LRG/Rgr.Geesthacht/

LRV MB-VP/RVSH/ RC Potsdam )

HERZLICHEN GLÜCHWÜNSCH!

Ruderurlaub 2014 – Die etwas andere Jugendwanderfahrt
Geschrieben von: Bente Peters, Klara Grube, Saskia Dunker und Julian Klüssendorff
Am Donnerstag den 17.7. haben wir uns auf den Weg zu unserem kurzfristig geplanten Ruderurlaub auf die Sonneninsel Fehmarn gemacht. Nach dem Verladen der Boote sind wir kurz nach 9 Uhr nach Gold, welches im Süden der Insel liegt, gefahren, um unsere Tour dort zu beginnen. Bei bestem Wetter und kaum Wind ließen wir die Boote am dortigen Strand zu Wasser und verteilten die Seesäcke, Peekhaken und Schwimmwesten in die Boote. Letztere wurden auf die Ruderplätze verteilt, kamen aber aufgrund des kaum vorhandenen Wellengangs nicht zum Einsatz. Unser Ziel war der Campingplatz am Niobedenkmal an der Nordküste Fehmarns. Nach einer ausgiebigen Mittags- und Badepause am Flügger Strand, sind wir in gemütlichem Tempo die Westküste hochgefahren.
Beim Umrunden der Nordwestspitze haben wir durch den leichten Wellengang das erste Mal bemerkt, dass wir uns wirklich auf der Ostsee befinden. Trotzdem konnten wir die letzten Kilometer bis zum Strand am Niobe-Denkmal problemlos hinter uns bringen.

Der Campingplatz wurde von Julian aufgrund seiner Freundschaft zur Betreiberfamilie ausgewählt. Aus diesem Grund konnten wir auch kostenlos einen voll ausgestatten Wohnwagen beziehen – dafür an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Familie Mackeprang !
Nachdem auch die Zelte standen und wir schnell ein paar Würste gegrillt haben, fielen alle müde und erschöpft ins Bett.

Am folgenden Morgen konnten wir bei strahlendem Sonnenschein vor dem Wohnwagen frühstücken. Nachdem wir am Vortag eine Strecke von etwa 33 km zurückgelegt hatten, entschlossen wir uns nur gute 10 km zu rudern und den Fährhafen Puttgarden zu besuchen. Bei mäßigem Wellengang sind wir vorbei am Naturschutzgebiet „Grüner Brink“ bis zur Spitze der Mole gerudert. Von dort konnten wir den Hafen und die Fähren von der Wasserseite aus betrachten.
Auf dem Rückweg haben wir auf einer Sandbank vor dem Naturschutzgebiet eine Pause eingelegt und uns zum Gruppenfoto aufgestellt. Da es sehr warm war, ist aus einer kurzen Pause schnell eine ausgiebige Wasserschlacht geworden. Und wenn man erstmal nass ist, kann man ja auch gleich noch eine Runde baden und Ball spielen.
Völlig durchnässt aber mit bester Laune sind wir das kurze Stück zum Campingplatz zurück gerudert und waren dort schon fast wieder trocken. Im weiteren Tagesverlauf haben wir es ruhig angehen lassen, um am Abend am Strand zu grillen und später gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen. Aufgrund der warmen Temperaturen und der gemütlichen Runde, war es weit nach Mitternacht, als wir beschlossen am Strand zu übernachten. Dabei konnten wir das Aufgehen des roten Mondes beobachten und am sternenklaren Himmel mehrere Sternschnuppen zählen. Auch der Sonnenaufgang am kommenden morgen war absolut sehenswert. Allerdings hat ihn kaum einer gesehen…

Am Samstag führte der leicht verstärkte Wind und das ansonsten gute Wetter dazu, dass wir einen reinen Urlaubstag mit Sonnen und Baden verbracht haben. Am Abend haben wir dann die gemütliche Runde am Lagerfeuer wiederholt und erneut am Strand übernachtet.

Unser letzter Tag begann erneut mit einem ausgiebigen Frühstück. Im Anschluss daran haben wir dann Alfred Loerbroks aufgeriggert und uns mit ihm in den doch recht kräftigen Wellen versucht, was allen, die sich getraut haben großen Spaß gemacht hat. Das Ergebnis: Alfred ist absolut hochseetauglich !
Den restlichen Tag haben wir mit abriggern, aufräumen und putzen verbracht, bevor wir gegen 16 Uhr zur Heimreise aufgebrochen sind. Natürlich nicht ohne vorher die tägliche Portion Eis zu essen – vielen Dank an unseren Eis-Sponsor Gogo !

(Für Interessierte : www.camping-am-niobe.de)

Kommentar von Julian:
Aus einem spontanen Gedanken ist innerhalb kürzester Zeit (Montag bis Mittwoch abend) eine tolle Tour geworden, die nur aufgrund der schnellen Antworten, welche Boote wir mitnehmen können, Sylvias schneller Rollsitzreparatur und Karstens kompetenter Beratung stattfinden konnte.
Die gute Stimmung in der Gruppe und die Bereitschaft alle anfallenden Arbeiten (Abwaschen, Müll wegbringen, Aufräumen,…) zu erledigen, haben mir viel Freude bereitet. Gepaart mit zwei nahezu windstillen Tagen und spitzenmäßigem Wetter, kann ich glaube ich für alle sprechen, dass der Titel „Ruderurlaub“ absolut zutreffend ist. Ich möchte mich bei allen aus unserer bunt gemischten Truppe bedanken und hoffe das es euch genauso viel Spaß gemacht hat wie mir und ihr ebenso viele bleibende Eindrücke in Erinnerung behalten werdet!
Erste Stimmen bezüglich einer Wiederholung im nächsten Jahr kamen sofort auf, wir werden sehen was sich ergibt. Vielleicht dann ja etwas länger geplant und weniger spontan…

Raus aus dem Sommerloch
Geschrieben von: Robert Kämper
Nach der „Sommerpause“ geht es für die Ruderer aus dem PALMBERG Achter Lübeck wieder ans Werk. Am 02.08.14 werden sie in Rüdersdorf b. Berlin wieder mit den besten Club-Achtern der PRODYNA Ruder-Bundesliga um wichtige Punkte in der Tabelle kämpfen.
Der Trend zeigte nach der zweiten Station der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) in Dortmund klar nach oben. Mit nur wenigen Veränderungen in der Mannschaft konnten Punkte gut gemacht und der Anschluss in der Tabelle gehalten bzw. der Rückstand drastisch verkürzt werden.
Jetzt wird sich zeigen, wer die Zeit während der knapp sechs wöchigen Pause genutzt hat, und wer am Ende ins Hintertreffen gerät.
Für die Hanseaten, waren diese Wochen sehr durchwachsen. Da fast alle Teammitglieder aktuell studieren, standen natürlich die Semesterabschlussklausuren im Vordergrund und stachen eine gemeinsame intensive Vorbereitung verständlicherweise aus. „Dafür sind wir individuell top fit und müssen das jetzt nur noch „an die Kelle“ ins Wasser bringen, weiß Pressesprecher Robert Kämper.
Ein besonderes Highlight während der Vorbereitungen in den letzten Wochen war, dass der renommierte Trainer und Technikanalytiker Dr. Volker Nolte mit seinem Achter der Western University aus Canada in Lübeck zu Gast war. Eine Woche lang bereitete er sein Team auf die Royal Henley Regatta vor und am Ende dieses Trainingslagers stand ein gemeinsames Wettkampftraining mit dem Team des PALMBERG Achter Lübeck. Optimale Bedingungen also, wenn man das Glück und die Möglichkeit hat, Wettkampfdistanzen gegen gleichwertige Gegner zu trainieren.
Darüber hinaus starteten einige Teammitglieder des Lübecker Achters bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Hannover. Zwar entsprach die Wettkampfdistanz dort nicht der Sprintdistanz der RBL, dennoch war auch das eine willkommene Vorbereitung auf den nächsten Renntag in Rüdersdorf.
Mit im Boot sitzen dieses Mal Max Walter, Gwinyai Machona, Alexander Lücke, Robert Kämper, Matthias Hardtmann, Frederic Aurin, Wilm Steingroever und Thomas Matzat. Leider muss das Team auf Arne Kirschstein und Felix Stoll verzichten. Nach dem Abschlusstraining am Wochenende allerdings war sich die Mannschaft einig, bei der dritten Station der RBL erneut ein Stückchen weiter nach vorne „rutschen“. Dabei können die Lübecker Riemer sich nicht nur auf ihre Steuerfrau Ricarda Schulz verlassen, sondern auch auf den von dem Lübecker Vereinsmitglied Hans-Werner Danckwardt gestifteten Achter. Dieses Boot hat den Lübeckern bereits jetzt schon sehr gute Dienste erwiesen und will auch in Rüdersdorf zeigen, dass es mit diesem Team zu Recht der schnellste Achter Schleswig-Holsteins ist.

Lübecker Männer-Achter beweist Erstklassigkeit
Geschrieben von: Robert Kämper

Der PALMBERG Achter Lübeck erreicht bei der PRODYNA Ruder-Bundesliga in Rüdersdorf bei Berlin den achten Platz und verabschiedet sich mit einer erstklassigen Leistung von den Abstiegsplätzen.

Beste Bedingungen boten sich am vergangenen Wochenende dem Flaggschiff der Lübecker Rudergesellschaft in Rüdersdorf bei Berlin. Nach der langen Sommerpause der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) stand dort der dritte Saisonrenntag an und die Kalksee-Arena präsentierte sich von ihrer besten Seite. Optimale Voraussetzungen also für den PALMBERG Achter Lübeck, der seinen Trend, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern, fortsetzen wollte.
Bereits nach dem Zeitlauf deutete sich an, dass die Norddeutschen heute einen großen Tag vor sich haben könnten. Hier fuhr das Team um Steuerfrau Ricarda Schulz souverän die acht schnellste Zeit und sah sich im ¼-Finale einmal mehr dem fünfmaligen Liga-Champion aus Krefeld gegenüber. Außerdem kämpften in diesem Rennen auch die Mannschaften aus Hamburg und Berlin um den Einzug in die „obere“ Hälfte der Tabelle. Nach einem packenden Rennen mit Fotofinish sicherten sich die Lübecker den wichtigen zweiten Platz und damit stand bereits nach dem zweiten Rennen fest, dass an diesem Renntag genügend Punkte gesammelt werden konnten, um den Abstiegsplätzen zu entfliehen.
Natürlich ruhte sich die Mannschaft nicht auf dem frühen Erfolg aus sondern war bereit, weitere Plätze nach oben gut zu machen. Bei hochsommerlichen Temperaturen lieferte sich der PALMBERG Achter, der dieses Wochenende von LRG-Coach Björn Lötsch betreut wurde, noch heißere Rennen um die oberen Tabellenplätze. Doch leider forderten die Hitze und die fehlende Möglichkeit, „frische“ Ruderer einzuwechseln, ihren Tribut zum Nachteil der Lübecker. Lediglich im Halbfinal und Finale konnte Marvin Buder eingesetzt werden, um die Mannschaft noch einen Platz weiter nach vorne zu bringen. Diese Taktik ging im Finale dann auch beinahe auf. In dem spannendsten und knappsten Rennen aus Lübecker Sicht unterlag man der Werksmannschaft von Bayer Leverkusen mit nur einer zehntel Sekunde und sicherte sich somit den achten Platz in der Tageswertung.
„Wir haben an diesem Wochenende einen großen Schritt nach vorne gemacht und uns vorerst von den Abstiegsplätzen verabschiedet“, resümiert Pressesprecher Robert Kämper. Dieser Renntag war ein wichtiger und nötiger Motivationsschub für die Mannschaft vom Elbe-Lübeck-Kanal, die endlich zeigen konnte, was sie kann. Man konnte in Rüdersdorf ein Ausrufezeichen setzen und Schleswig-Holsteins schnellster Achter ist sich einig, dass hier noch nicht „das Ende der Fahnenstange erreicht ist“ und man „bereit für mehr“ ist.

Rasend schnell in Rüdersdorf – Lübecker Damenachter überzeugt mit Platz 7
Geschrieben von: Elena Warrlich und Britta Rust

Zum Bergfest der Ruder-Bundesliga zeigte sich die Kalksee-Arena in Rüdersdorf bei Berlin mit sonnigem Wetter und guter Stimmung im dritten Ausrichtungsjahr erneut von ihrer schönsten Seite.

Gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Heidelberg sollte gleich im Zeitfahren eine gute Ausgangssituation geschaffen werden. Ein guter Bootsdurchlauf war schon beim konzentrierten Wachrudern zu spüren. Mit einem Sieg im direkten Duell und der viertschnellsten Zeit konnte eine ausgezeichnete Ausgangsposition geschaffen werden. Mit dieser Zeit stößt der Carstens Lübecker Marzipan Achter erstmals in die Spitze vor und schließt die Lücke zum oberen Tabellendrittel.

Dies gute Ausgangssituation wurde im anschließenden Achtelfinale genutzt – ein zweiter Platz hinter den Bonner Rheinperlen, vor Dresden und erneut Heidelberg qualifizierte sicher für die Top 8. Im Viertelfinale konnte zwar gegen die späteren Tagessieger aus Rauxel und die Tabellenführer aus Krefeld mit einem knappen Finish innerhalb einer halben Sekunde ein starkes Ausrufezeichen gesetzt werden, der Sprung in die Top 4 blieb jedoch verwehrt.
In der Mittagspause sorgten die mitgereisten Fans für ausreichend leckere Kohlenhydrate, sodass die Mannschaft hochmotiviert und gestärkt in den Finalblock starten konnte. Eine Live-Schaltung mit dem abwesenden Chef-Coach Alex Carius schwor die Mannschaft zusätzlich auf die Finalrennen ein.
In der Hitzeschlacht des Halbfinales ging es gegen den Havelqueen-Achter aus Berlin, der bei der letzten Regatta Platz zwei belegen konnte. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit konnte die Lübecker Fangemeinde in der Lautstärke mit der Ortsgruppe Shanghai des Havelqueen-Fanklubs locker mithalten. Auf dem Wasser mussten sich die Damen jedoch knapp den Berlinerinnen  geschlagen geben.
Volle Kraft voraus ging es im brisanten Nordderby um Platz 7 gegen den Euralis Alsterachter. Schlag für Schlag schoben sich die Lübeckerinnen an den Konkurrentinnen vorbei und sicherten somit die beste Platzierung bisher! Die Freude war riesig!
Endlich konnten die Trainingsleistungen am Renntag umgesetzt und in Punkte umgemünzt werden – auch dank der neuen, von der Firma „Strahlend Schön“ gesponserten Riemen.
Ein besonderer Dank gilt dem Trainerstab Carius, Lötsch, Westphal – und ein Hoch auf unseren Busfahrer Felix (0,0)!
Der Knoten scheint geplatzt mit der besten Platzierung im dritten Bundesligajahr. Zugleich konnten direkte Tabellennachbarn deutlich distanziert werden, sodass auch die Tabellensituation für die Nordlichter nun deutlich erfreulicher aussieht. In drei Wochen trifft sich der Bundesligatross dann zur vorletzten Saisonetappe auf dem Aasee in Münster. Die Lübeckerinnen werden nun alles daran setzen, den Aufwärtstrend und die neu gewonnene Motivation zu nutzen, um auch in Münster ein gutes Ergebnis einzufahren.

Travemünde – Summerfeeling pur!
Geschrieben von: Karsten Schwarz
Travemünde – seit Vereinsgründung unzählige Male mit dem Ruderboot angesteuert und eigentlich nichts Besonderes. Oder vielleicht doch? Die Stecke ist nicht übermäßig lang, aber anspruchsvoll. Wind, Wellen und Schifffahrt fordern die Aufmerksamkeit der Steuerleute.
Samstag, 02. August 2014 – Wir starten am Bootshaus. Das ist für eine Wanderfahrt außergewöhlich und bequem. Welch unglaubliches Glück haben wir doch mit unserem Ruderrevier, dass wir in so viele Richtungen direkt vom Steg aus starten können! 20 Bootsplätze sind zu besetzen, macht vier Vierer. Welcher Verein hat schon vier D-Gig Vierer, die mit Gepäck die Reise nach Travemünde antreten können? Insgesamt stehen 23 Namen auf der Teilnehmerliste – die Fahrt eignet sich eben auch zum Teilen.
Zu Ehren der Gäste aus Hannover umrunden die Boote zunächst die Altstadt. Bei mäßigem Wind ist die Fahrt nach Travemünde mit kurzer Mittagsrast in Schlutup schnell geschafft. Die Ostsee lädt zwar nicht zum Rudern, dafür aber zum Baden ein. Urlaubsstimmung macht sich breit – ein Bummel am Strand, ausgiebiges Essen mit anschließendem Eis an der Vorderreihe, und Sternengucken am Passathafen bis kurz nach halb.
Das angekündigte Gewitter erwischt und auf dem Weg zum Frühstück – trotz nur weniger Meter Fußweg müssen die meisten ihren Frühstückskaffee nass genießen. Dafür bleibt die Rückfahrt weitestgehend trocken. Bei nahezu Windstille können die Boote sogar die obligatorische Ostseerunde fahren. Während der drückenden Mittagshitze nahmen wir die eine oder andere Erfrischung auf der Terrasse des Seglervereins Trave zu uns.
Travemündefahrt 2014: Zwei Tage Ruderurlaub mit sommerlichem Wetter, hervorragender Stimmung und netter Gesellschaft! Oder wie es einer der Teilnehmer schon bei seiner Anmeldung formulierte. „Travemünde ist Kult!“. Und deshalb fahren wir auch 2015 wieder hin…

WM Amsterdam
Spannung am Halbfinaltag: Wird es dem deutschen Männervierer mit Max Munski, Kristof Wilke, Toni Seifert und Björn Birkner gelingen, über eine Platzierung in der oberen Hälfte des Feldes ins A-Finale einzuziehen? Die Australier sind von Anfang an vorne, um die begehrten Plätze zwei und drei kämpfen Griechenland, Niederlande und Serbien bis zum letzten Meter. Der deutsche Vierer kommt als fünfter ins Ziel.
Ein Rückschlag, doch das deutsche Quartett will im B-Finale noch einmal seine kämpferischen Qualitäten zeigen. Italien, Deutschland und Serbien liegen über weite Teile der Strecke gleichauf, bevor sich die Italiener absetzen können. Max und sein Team können die Serben kontrollieren und sind mit dem zweiten Platz auf Rang 8 der Gesamtwertung. Eine starke kämpferische Leistung zum Abschluss der Titelkämpfe.
Die mitgereisten Fans honorieren dies mit einem Spontanempfang am Ende des vorletzten WM-Tages.

Silberner Riemen ’14: Ein voller Erfolg
Geschrieben von Björn Lötsch:
Wir konnten am Wochenende in Berlin im Frauen Doppelvierer den Silbernen Riemen Langstreckensieg verteidigen. Auch Platz 2 ging an die LRG. 
Im Achter konnten wir nun endlich den großen Coup landen und den Silbernen Riemen endlich nach Lübeck holen. Unser Achter 1 bestehend aus U23 Ruderern konnte die 6,7km Langstrecke als schnellster Achter vor den Booten aus Holland und Berlin absolvieren. Der Juniorachter wurde 5. und der RBL Achter 8.
Ein tolles Gesamtergebnis. Die LRG konnte mit einem Riesenteam voll überzeugen.

Langstrecke Mölln
Geschrieben von Björn Lötsch:
Im Herbst beginnt die neue Saison der Ruderinnen und Ruderer traditionell mit der Langstrecke in Mölln. Dieser Wettkampf erstreckt sich über 6000m. Es ist die offizielle Kaderüberprüfung der Länder Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern. 260 Sportlerin und Sportler stellten sich bei Sonne und wenig Wind dem Starter.

Im Zweier ohne der U23 Männer konnte Ole Schwiethal Lübecker Ruder-Gesellschaft mit seinem Torben Johannesen einen guten 2 Platz belegen. Mit Platz 4 im gleichen Rennen musste sich Marten Backmann LRG mit neuem Partner Theo Kessner aus Rostock begnügen. Mit etwas mehr gemeinsamen Training ist hier aber noch Luft nach oben.

Für die Junioren der LRG gab es auf dem Elbe Lübeck Kanal Grund zur Freude. Lars Höpken und neu LRGler Jan Ole Muchow konnten den Zweier ohne Steuermann vor Rostock und Hamburg gewinnen. Ein schöner Erfolg auf dem Weg zur Junioren WM 2015 in Rio.

Klara Grube und Lena Schröder beide LRG konnte sich im Juniorinnen Zweier mit Platz 4 gut in Szene setzen. Im Einer der Junioren konnte Clemens Rickert LRG Platz 9 belegen.
Ein weiterer Sieg gelang Levke Gill jetzt auch Lübecker RG im Einer U23 Seniorinnen. Eigentlich ist sie ja mit dem Riemen im Zweier ohne Steuermann unterwegs. Aber auch im Einer macht sie eine gute Figur. Sie verwies Johanna Botz LFRK und Calina Schanze Juniorenweltmeisterin im Achter 2014 aus Ratzeburg auf die Plätze. Einer Einer der schweren Jungs U23 konnte Christian von Warburg LRG eine sehr guten 2. Platz belegen. Weitere gute Platzierungen aus blauer Sicht waren im Einer der Juniorinnen B Bente Peters LFRG mit Platz 17. Bei den Jungs konnten Torben Hußfeldt LRG mit Platz 26 und Mattis Nüsse LRG mit Platz 30 überzeugen.

Advent, Advent der Bootsplatz brennt!
Geschrieben von Karsten Schwarz:

Irgendwann hat die LRG die mystische Wirkung von Bootstaufen im Dunkeln entdeckt. Und so waren es natürlich weder der Platz, noch die Boote, die da brannten, sondern gefühlte tausend Fackeln, die der Bootstaufe am 4. Dezember einen feierlichen Rahmen verliehen. Für die Ausleuchtung des Elbe-Lübeck-Kanals wurde eine Flutlichtlichtanlage samt Dieselgenerator installiert, um das öffentliche Netz vor Spannungsschwankungen zu bewahren. Drei nagelneue Empacher-Rennboote und ein Motorboot standen auf der Taufliste. Peter Heiden eröffnete den Taufreigen mit dem für die Sicherung des Kinder- und Jugendruderns gespendeten Motorboot „Friedel“. Gönner für dieses Projekt waren die Mitglieder des Stammtisches „Friedel Huth“.„Traveturbo“ heißt ein neuer Einer, mit dessen Anschaffung Henning Harms die LRG unterstütz. Sein langjähriger Trainer Adolf Trost schilderte als Taufpate Hennings erfolgreiche Ruderkarriere im Leichtgewichts-Einer.2012 hat die LRG ihren jungen Ruderkameraden Jakob Kaltenbach verloren. Seine Freunde Thomas Matzat und Benedikt von Bothmer riefen mit eindrucksvollen Worten noch einmal  Jakobs Persönlichkeit ins Gedächtnis. Der Zweier ohne „Kalle“, unter anderem finanziert aus Spenden, die anlässlich seines Begräbnisses gesammelt  wurden,  soll  noch lange an Jakob Kaltenbach erinnern.Max Munski präsentierte gemeinsam mit Lars Höpken den neuen Zweier ohne „M.A.X.“, der bereits zur Siegesfeier getauft wurde, aber einfach in dieses Bild gehörte.

100.000 Ruderkilometer geknackt!
Geschrieben von: Karsten Schwarz
Am 31.12.2014 bei Sonnenuntergang verdunkelte sich der Bildschirm des Fahrtenbuches Die Auswertung gibt wieder, was rudernde Mitglieder im Laufe eines Kalenderjahres an Daten erfasst haben. 278 Namen rudernder LRG-Mitglieder finden wir 2013 im Fahrtenbuch. Diese 278 Personen ruderten in Summe 108.619 km, das sind über 10.000 km mehr als 2013 (98.354 km) und entspricht einer Steigerung von 10,4 %!

Mehr als 1.000 km haben 32 Mitglieder geschafft und ruderten mit 55.691 km über die Hälfte aller LRG-Kilometer! Die Gesamtsumme aller eingetragenen Ruderkilometer beläuft sich auf 138.788 km, davon 12.209 km von LFRG-Mitgliedern und 17.951 km von Gästen gerudert, was sich wiederum auf alle Boote bezieht, also auch solche, die nicht der LRG gehören.
Bei den Booten verzeichnen wir 84 Namen, abzüglich vier Privatboote, die 4.779 km weit fuhren, kommen wir auf 79 genutzte LRG-Boote mit 51.705 km. Für 5924 Kilometer Ruderstrecke wurde auf Gastboote zugegriffen.

Eine Handbreit Wasser unter dem Kiel

Geschrieben von Karsten Schwarz:

Wasserarbeit steht im Vordergrund. Das gilt nicht nur im Leistungssport, sondern zunehmend auch im weiten Feld des Freizeitruderns. Rudern ist längst Ganzjahressport. Vergangen die Zeit, in denen das sportliche Geschehen eines Rudervereins nach den Herbstferien nach drinnen verlegt wurde. Das stellt zusätzliche Anforderungen an einen Ruderverein. Zum einen das Nachdenken über Sicherheitsstandards. Erfreulicherweise ist das Bewusstsein für Sicherheitsfragen gestiegen und die LRG kann sich über Eigenverantwortung und Initiative ihrer Mitglieder durchaus glücklich schätzen. Was nicht heißt, dass es nichts mehr zu regeln gäbe. Zum anderen darf gern die momentane Organisationsstruktur der LRG auf den Prüfstand. Schaffen wir es, unseren Mitgliedern einen geregelten Sportbetrieb anzubieten, der, wenn auch nicht allen Erwartungen, so doch mindestens den Anforderungen „Freude am Rudern“ und „regelmäßige sportliche Betätigung“ genügt? Der  zu manchen Zeiten völlig überlastete Steg mag nur als ein Indiz dafür gelten, dass wir manche Kapazitäten besser nutzen, wenn nicht sogar erweitern müssen. Und wie immer beginnen und enden Diskussionen im ehrenamtlichen Bereich mit der Frage: „Wer macht’s denn?“
Es waren sehr viele, die sich 2014 für den Ruderbetrieb der LRG eingesetzt haben. Obwohl es aufgrund von Krankheit und Ausbilderwechsel zum Jahresbeginn ungünstig bestellt war um den Schnupperkurs, konnten viele „Ausbilderassistenten“ gewonnen werden, die an der Seite erfahrener Ausbilder vielen neuen Interessenten  das Rudern beibrachten. Neu war die Erweiterung auf viele  zusätzliche Ausweichzeiten, und neu war auch die Aufnahme immer neuer Anfängergruppen bis in den Spätsommer. Um eine gute Weiterbetreuung  der „Neuen“ kümmerte sich das Team der Basisgruppe. Es ist beachtlich, was angesichts der ungünstigen Startbedingungen an Anfängerbetreuung  im Erwachsenenbereich geleistet wurde. Daneben gab es als regelmäßiges Angebot die Rudertreffs sowie das Masterstraining, alles in allem gut zehn Rudertermine pro Woche. Sobald das Tageslicht für den abendlichen Ruderbetrieb nicht mehr reicht, müssen Ersatzangebote her. Darüber gilt es  für die Zukunft nachzudenken. Immerhin ein Teil der Freizeitsportler findet dieses Angebot im wöchentlichen Teamrowing, das bereits in der sechsten Auflage angeboten wird.  Diese Initiative zeigt, dass begeisterte und begeisternde Übungsleiter der Schlüssel zum Erfolg im Freizeitrudern sind.
Befähigung zum selbständigen Rudern und Qualifizieren zum Rudern mit anderen waren auch 2014 wieder die Ziel der Lernwerkstatt. Mehr als dreißig Teilnehmer trafen sich zum Ausbilderworkshop, um gemeinsam über Herausforderungen, aber natürlich vor allem über Lösungsansätze für die Anfängerausbildung zu sprechen. Erstmalig gab es dazu einen Praxisteil, pilotiert im kleinen Kreis und bei strömendem Regen, aber durchaus wiederholenswert. „Essential Sculling“ lautete der Titel der Skiff-Fortbildung, der den Einer-Fahrern besseres Bootsgefühl und sicheres Handling vermittelte  Die praktische Freiruderprüfung mit  vorbereitenden Übungsstunden gehörte ebenfalls wieder zum Programm mit dem Ergebnis vieler neuer Bootsführer, die für sich und ihre Ruderkameraden Verantwortung übernehmen dürfen. Die aktuellen Entwicklungen einer Sicherheitsrichtlinie im DRV bestätigen diese Prüfungsform.
Damit die Ruderwilligen den Saisonstart nicht verpassten, gab es wie in jedem Jahr zur Sommerzeitumstellung eine Refresher-Aktion, die bereits zu den ersten Ruderterminen nahezu 40 Aktive ins Bootshaus lockte. Ein gelungener Start in einer gelungene Saison, denn das Fahrtenbuch verzeichnet bereits einen Monat vor dem Jahresende 10 Mitglieder, die mehr als 2000 Kilometer gerudert haben. Ungebrochen ist das Interesse an ruderischer „Weiterbildung“, der Trend geht zum „schmalen Boot“. Wettkampf und sportliches Kräftemessen sind eine logische Konsequenz. Der Masters-Achter war auf den Langstrecken-Regatten in Lübeck, Amsterdam, Berlin und Hamburg am Start.  Mit „halber“ Mannschaft konnten die  Masters auf der 13-Kilometer langen Dove-Elbe-Rallye  den Sieg in der Altersklasse C einfahren. Erste Regattaerfahrung sammelten unsere erwachsenen Anfänger bei der Lübeck Internen und bei der Benefizregatta  „Rudern gegen Krebs“.  Für „advanced Scullers“ bot die Euro-Masters-Regatta in München Startmöglichkeiten.
Die Entdeckung der Langsamkeit bot im Gegenzug das breite und vielfältige Wanderruderangebot der LRG. Dass das außergewöhnliche nicht weit entfernt liegen muss, bewies die Schleusenfahrt auf dem Elbe-Lübeck-Kanal zwischen Mölln und Lübeck, die bei vielen Neumitgliedern das Interesse am Wanderrudern weckte. Ausgerichtet als „Schleswig-Holstein-Tagesfahrt“ lockte diese Fahrt unter Federführung der LRG 56 Ruderer aus 10 Vereinen an. Die Weser war gleich zweimal Ziel der LRG-Fahrten, zum einen anlässlich des Wesermarathons und zum anderen zur „Bunten-Blätter-Fahrt“.  Der Klassiker „Travemünde“ war mit über 20 Teilnehmern wieder ausgebucht. Nach zweijähriger Pause gab es im Juli wieder eine Schaalseetour nach Zarrentin. Ebenso waren der Schweriner See im Angebot und auch die Elbe. Die Sommerfahrt führte auf die Schlei und wegen des dort herrschenden Windes auch auf die Treene. Und bei spätsommerlichem Wetter wurden Hamburger Gewässer rund um die Alster befahren.  Darüber  hinaus waren unsere Mitglieder auf Lahn, Rhein, Main, Havel, Berliner Gewässern, Schwentine sowie auf holländischen, schwedischen und norwegischen Gewässern unterwegs, Und natürlich auf der Wakenitz! Als Lohn für dieses wanderruderische Engagement werden für 2014 mindestens 18 Fahrtenabzeichen  verliehen werden können.
Die LRG bietet Rudersport in Vielfalt, für nahezu jede Altersgruppe und jede gewünschte Intensität. Der Ruderbetrieb und das Leben am Steg setzen ein starkes Signal nach außen, wir werden darüber wahrgenommen und wecken Neugier. Damit das so bleibt, braucht die LRG auch in Zukunft  Ausbilder, Übungsleiter und Helfer, die von ihrer Ruderbegeisterung etwas abgeben. Blicken wir gespannt in die neue Saison! Und freuen wir uns auf viele schöne Rudererlebnisse 2015 und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!