Rückblick 2012

Die LRG-Flagge an der Hammersmith-Bridge
Geschrieben von: Karsten Schwarz

HEAD-Wochenende in London: Mehr als 600 Achter-Mannschaften lieferten sich am 17. und 18. März spannende Rennen auf der Themse zwischen Chiswick-Bridge und Putney.

Als einziges Boot Schleswig-Holsteins startete die Lübecker RG mit einer Mannschaft beim Vesta Veteran‘s Head am Sonntag. Bereits im Spätsommer 2011 hat sich unter Leitung von Henning Lippke ein Achterprojekt aus 15 Freizeitruderern gebildet. Das Ziel Veteran‘s Head in London stand von Anfang an fest.

Die LRG-Masterscrew mit Marcus Begemann, Günter Greve, Carsten Rohde, Karsten Schwarz, Marcus Malchin, Gert-Hartwig Lescow, Henning Lippke, Jörn Strunck und Steuerfrau Friederike Pohl konnte sich von Startplatz 222 auf Position 107 vorkämpfen und damit den Sieg in der gemeldeten Kategorie einfahren. Knapp zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel erhielten die Ruderer eine besondere Unterstützung: Der mitgereiste Fan-Club hatte die blau-weiße Flagge am Geländer der Hammersmith-Bridge gespannt.

Draußen
Geschrieben von: Karsten Schwarz

Bei fast sommerlichen Temperaturen begann die Refresher-Aktion 2012 am Samstag, den 24. März 2012, zu der rund 30 Ruderinnen und Ruderer den Weg ins Bootshaus fanden. In fünf Booten, darunter ein Achter, ging es um die Stadt und der anschließende Nachmittagskaffee konnte auf dem sonnigen Bootsplatz genossen werden.

Ähnlich gut besucht waren die bisherigen Refresher-Termine am Dienstagabend und Sonntagmorgen. Ganz eifrige Freizeitsportler nahmen am ersten Technik-Workshop des Jahres teil, um gut vorbereitet in die Saison zu starten.

Unterwegs
Geschrieben von: Karsten Schwarz

Die Wanderruderer der LRG und LFRG sind von der ersten großen Ausfahrt dieses Jahres zurück. Über Ostern wurde der Main von Würzburg nach Aschaffenburg befahren. Insgesamt 165 Ruderkilometer legte die achtköpfige Crew zurück und hatte dabei 14 Schleusen zu überwinden.

Das Wetter zeigte sich aprilmäßig: Regen, Schnee und sogar Hagelschauer mussten die Ruderer ertragen – genossen anderseits aber auch zwei Sonnentage. Abschließendes Urteil: Ein wunderschöne Fahrt durchs Frankenland mit vielen schönen ruderischen und kulinarischen Eindrücken.

Anrudern in Lübeck
Geschrieben von: Karsten Schwarz

„Schleswig-Holstein rudert“ lautete das Motto des landesweiten Aktionstages, zu dem am 15. April 2012 die Bootshäuser für Besucher öffneten.

Zum Anrudern um die Stadt hatte der Lübecker Regattaverein aufgerufen. Boot um Boot wurde zum Steg getragen, bis schließlich nur noch wenig Material in den Hallen lagerte. 28 (!) Boote mit Ruderern aus L.R.-G. und LFRG, darunter 2 Achter beteiligten sich am Anrudern 2012 und boten gemeinsam mit den Ruderkameraden von LRK und LFRK ein imposantes Bild im Holstenhafen. LN-Bericht vom 17.04.2012

Besondere Freude für die L.R.-G.: Anlässlich des Anruderns überreichte Rolf Schramm, Präsident des Kiwanis Clubs Lübeck-Hanse, dem Vorsitzenden der L.R.-G. Joachim Hess einen Scheck zur Unterstützung der Hausaufgabenbetreuung und Sportförderung. Die großzügige Spende war beim „Erbsensuppen essen“ einer Benefizveranstaltung des Kiwanis Club Lübeck zusammen gekommen.

Pfingsten unterwegs
Geschrieben von: Karsten Schwarz

Die Lübecker Ruder-Gesellschaft ist an ein traumhaftes Ruderrevier angebunden: Wakenitz und Trave laden mit interessanten Zielen zu Tages- und Wochenendfahrten ein. Der Elbe-Lübeck-Kanal, Hausgewässer unseres Vereins, wird in seiner Vielfalt und Schönheit meist unterschätzt. Zauberhafte lauenburgische Landschaft und Schleusen, die vor mehr als hundert Jahren gebaut wurden und so wirken, als sein sie immer schon da gewesen Am Ufer die kleinen Dörfer mit ihren Kirchtürmen. Viel zu selten führen unsere Fahrten weiter als bis zur Büssauer Schleuse.

Pfingsten 2012 stellte sich ein neunköpfige Fahrtengemeinschaft der Frage, was wohl hinter der großen Tür mit den zwei roten Lichtern sei. Die drei Doppelzweier starteten in Lauenburg an der Elbe, passierten die einzige Fährstelle in Siebeneichen, nächtigten in Mölln und erreichten schließlich nach 60 Gegenwindkilometern die Schleuse Büssau „von der anderen Seite“.

„Aus Eins mach Zehn , und Zwei lass gehn…“ – Kilometer-Statistik 2013
Geschrieben von: Karsten Schwarz
Mit Hexerei hat die Auswertung des Fahrtenbuches wenig gemein. Sie gibt lediglich wieder, was rudernde Mitglieder im Laufe eines Kalenderjahres an Daten erfasst haben. 253 Namen rudernder LRG-Mitglieder finden wir 2013 im Fahrtenbuch. Diese 253 Personen ruderten in Summe 98.354 km.

Mehr als 1.000 km haben 33 Mitglieder geschafft und ruderten mit 50.919 km über die Hälfte aller LRG-Kilometer! Die Gesamtsumme aller eingetragenen Ruderkilometer beläuft sich auf 133.134 km, davon 14086 von LFRG-Mitgliedern und 21.951 km von Gästen gerudert, was sich wiederum auf alle Boote bezieht, also auch solche, die nicht der LRG gehören.
Bei den Booten verzeichnen wir 79 Namen, abzüglich vier Privatboote kommen wir auf 75 genutzte LRG-Boote mit 43.844 km. Für 7803 Kilometer Ruderstrecke wurde auf Gastboote zugegriffen.

Die Zahlen belegen eine erfreuliche Entwicklung des Ruderbetriebes. Mancher Wettstreit um den besseren Rang in der Kilometerliste war vergnüglich anzusehen. Doch eines können die Zahlen nicht wiedergeben: Die Erlebnisse unserer Mitglieder bei Trainingsfahrten, auf Regatten oder Wanderfahrten!

„Mein Freund, die Kunst ist alt und neu,
es war die Art zu allen Zeiten,
durch Drei und Eins, und Eins und Drei
Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten!“
(Faust, J.W.v.Goethe)

Rudervielfalt von A wie Amsterdam bis Z wie Zuger See
Geschrieben von: Karsten Schwarz

Rudern ist die einzige organisierte Sportart in Schleswig-Holstein, die nicht von sinkenden Mitgliederzahlen betroffen ist! Die L.R.-G. verzeichnet eine besonders positive Entwicklung – viele neue Mitglieder haben auch 2013 den Weg in unser Bootshaus und in unsere Boote gefunden. Was macht die Faszination am Rudern aus? Rudern ist unbestritten ein gesunder Sport mit geringem Verletzungsrisiko. Rudern ist aber vor allem Vielfalt. So bietet es mit den zwei Säulen Leistungs- und Freizeitsport einer großen Klientel sportliche Betätigungsmöglichkeiten. Und Rudern ist sowohl Individual- als auch Mannschaftssport. Rudern ist aber vor allem ein Vereinssport und basiert auch Gemeinschaft.

So steht bei vielen Aktionen des Ruderjahres die Gemeinschaft im Vordergrund. Die Basis dafür bilden regelmäßige Rudertermine, zu denen 2013 allgemeine Rudertreffs , das Frühstücksrudern und das Altherrenrudern zählten. Der Schnupperkurs war wieder einmal ausgebucht und erfreulicherweise konnten viele Anfänger in unsere Vereine aufgenommen werden. Hierfür ist unsere Basisgruppe sehr wichtig, die zweimal wöchentlich, die Neuen betreut, und sich auch nicht vor Wiedereinsteigern des Vorjahres verschließt. Darüber hinaus gab es Spezialangebote für die Freunde schmaler Boote: Skiffrudergruppe, Mastersachter und bei Bedarf und Gelegenheit auch gern Bootsformen dazwischen wurden regelmäßig angeboten.

Besonders hervorzuheben ist das Engagement einiger Betreuer, die selbst erst wenige Jahre in der LRG oder LFRG sind, hier greift unser Ausbildungsgedanke „Befähigung zum Selbstständigen Rudern“. Unsere Lernwerkstatt mit Workshops und Lehrgängen ist ein wichtiger Beitrag dazu. Kernstück ist die Freiruderausbildung, die mit Wissens- und Fähigkeitsvermittlung einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit unserer Ruderer leistet. Beim Ausbilderworkshop diskutierten 25 Teilnehmer über Teambildung und Rudertechnik. Refresher-Aktion und Rudertechnikworkshop standen ebenfalls auf dem Programm, fielen aber leider größtenteils dem anhaltenden Winterwetter zum Opfer. Sehr erfolgreich verlief das Skiffwochenende in Neumünster, die Teilnehmergruppe lernte sehr schnell und blieb anschließend fast komplett zu den Fortbildungsterminen zusammen.

Was wäre Freizeitrudern ohne Wanderrudern? Unterwegs sein, Neues erfahren, Gemeinschaft erleben und sich einfach für ein paar Tage mal aus dem Alltag ausklinken – das alles macht Wanderfahrten so besonders. Dabei stand auch die Wanderrudersaison Anfangs unter dem Einfluss von Eis und Schnee. Man hörte von meutereiähnlichen Zuständen auf der Osterfahrt im verschneiten Berlin. Viele Fahrten wurden dafür aber mit absolutem Wetterglück belohnt, Die Schleswig-Holstein Tagesfahrt lockte viele Gäste anderer Vereine an die Wakenitz. Der Klassiker Travemünde war nahezu ausgebucht und vermittelte zwei Tage lange puren Rudergenuss und Urlaubstimmung an der Ostsee. Als weitere Touren standen die Schlei, Mosel, Schwentine, Hamme, Peene und Schaalsee auf dem Fahrtenprogramm. Rudern und Tragen auf der Ilmenau erlebte die Fahrtengruppe der Sommerfahrt im August. Humlebaek war ebenfalls wieder Fahrziel, gerudert wurde dort diesmal auf dem Lyngby-Sö, dem Esrom Sö und natürlich auf dem Öresund. Eine Urlaubsfahrt auf dem Vierwaldstääter See und Zuger See verband Rudern und Bergwandern. Schließlich gab es zum Saisonschluss eine Bunte-Blätter-Fahrt mit vielen Wohlfühlfaktoren in der Ruppiner Schweiz. Darüber hinaus finden wir Weser, Lahn, Rhein, Elbe, Elbe-Seiten-Kanal, Elbe-Müritz-Wasserstraße, Bodensee Neckar, die Lagune in Venedig und die Flensburger Förder als Fahrtziele im Fahrtenbuch. Das lässt auf viele Fahrtenabzeichen und Kilometerpreise hoffen. Es zeigt aber vor allem, dass die wanderruderische Leidenschaft in der L.R.-G. ungebrochen ist.

Wir erleben in den regelmäßigen Freizeitrudergruppen, dass das Interesse am schmalen Rennboot auf bei Mitgliedern erwacht, die erst im Erwachsenenalter rudern lernen. In Folge dessen steigt die Zahl derer die sich im Wettkampf messen wollen. Die hanseatische Langstreckenregatta bietet immer einen guten Einstieg direkt vor der Haustür. Das Head of the River Amstel in Amsterdam und die Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ waren weitere Regattastationen im Großboot. Die Kleinbootexperten versuchten sich bei den German Masters Open in Brandenburg und beim 16-km-Rennen um die Rose vom Wörthersee.

Rudern zeichnet sich aus durch Vielfalt und die LRG ist in der glücklichen Lage, ihren Mitgliedern Rudern in Vielfalt anzubieten. Eine Voraussetzung dafür ist eine gute Infrastruktur mit intaktem Bootspark für die unterschiedlichen Anforderungen. Entscheidender Faktor aber sind Personen, die andere begeistern und beteiligen. Rudern ist Vereinssport, und es ist wichtig, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, wofür wir diesen Verein haben!