Rückblick 2009

Peter Ording erneut Weltmeister auf dem Ruderergometer
Geschrieben von: Jochen Froelke
Boston/USA war erneut Austragungsort für die Weltmeisterschaften der Ruderergometer. Peter hatte sich auf den Norddeutschen Ergometermeisterschaften in Lübeck mit 6:18 min über die 2000m Wettkampfstrecke für die Weltmeisterschaften qualifiziert. In Lübeck startete er noch in der offenen Klasse und konnte mit seiner Zeit sogar Platz 8 in der Deutschen Rangliste belegen. In Boston ging er in der Altersklasse 30-39 an den Start. Zweimal in Folge war Peter hier schon erfolg- reich und kehrte mit dem Titel nach Deutschland zurück. Die Konkurrenz war in diesem Jahr besonders stark. Am Start unter anderem die dänische Ruderlegende der zweifache Olympiasieger im Leichtgewichts Vierer ohne Steuermann Thomas Ebert und Andy Quinn, Mitglied der US Nationalmannschaft. Vor dem Rennen zeigte sich Peter gewohnt selbstbewusst:“ Ich bin gut drauf, die Trainingszeiten stimmen. So kann ich auch Ebbert schlagen“.

Peter ging das Rennen gewohnt offensiv an. Doch Thomas Ebbert hat den besseren Start und liegt knapp vor ihm. Nach 800m übernimmt er die Führung und baut sie bis auf 10 Meter aus. Auf den letzten Metern greifen Ebert und Quinn nochmal an. Peter kontert bravourös und überquert in 6:17,9 als erster die Ziellinie. Peter Ording von der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 wird erneut Weltmeister in der Altersklasse 30-39 vor Quinn und Ebbert. „Das Rennen war tierisch hart, und ich bin einfach nur glücklich, dass es am Ende gereicht hat“, so der 32jährige Ingenieur anschließend. „Mir sind unterwegs fast die Beine explodiert, aber irgendwie habe ich überlebt.“ Als Trophäe durfte er anschließend neben der Goldmedaille den traditionellen Hammer entgegennehmen. Auf die Frage nach seinen sportlichen Zukunftsplänen kann Peter noch keine genaue Antwort geben. Aber vielleicht lockt im nächsten Winter erneut die Ergometer-WM und weckt seinen Ehrgeiz. Ebenfalls siegreich war die gebürtige, jetzt für Rostock startende, Lübeckerin Marie Louise Dräger. Marie hat ja bekanntlich bei uns in Lübeck das Rudern erlernt. Musste sie sich bei den Olympischen Spielen in Peking noch mit Platz 1 begnügen, wurde sie mit einem eindrucksvollen Start-Ziel Sieg Weltmeisterin. In 7:05,2 verpasste sie ihren in Lübeck aufgestellten Deutschen Rekord nur knapp. Sie flog von Boston direkt ins Trainingslager der Nationalmannschaft nach Sabaudia. Dort will sie sich auf die Weltmeisterschaft in Poznan/Polen vorbereiten, um auch da nach den Medaillen zu greifen. LRG

15. Hanseatisches Langstreckenrennen in Lübeck
Geschrieben von: Henry Klüssendorff

Bei leider sehr regnerischem Wetter starteten am 8. März 36 Boote über die Langstrecke auf dem Elbe Lübeck Kanal. Aus Krankheitsgründen mussten einige Boote abgemeldet werden. Für die Projektboote des Ruderverbandes Schleswig Holstein war es wieder eine Leistungsüberprüfung und ein Test der aus den Schleswig Holsteinischen Vereinen zusammengesetzten Mannschaften. Neben den Lübecker Aktiven meldeten die Vereine aus Ratzeburg, Eutin, Preetz und Hamburg.

Die im letzten Jahr neu eingeführte Strecke über 3000 m von der Eisenbahnbrücke absolvierten 6 Vierer der Jungen und Mädchen Jahrgänge (ab 1995 und jünger ) und das neue Drachenbootteam der Lübecker Ruder – Gesellschaft. Die 7 km ab der Schleuse Büssau wurden von 7 Achtermannschaften und 22 Vierermannschaften bewältigt. Als schnellster Achter ging die Junior A Renngemeinschaft mit dem LRGer Hanno Hagenström in 22.41 über die Strecke und verfehlten damit nur knapp den Streckenrekord des Männer Achters der LRG aus dem Jahr 2004 ( 22.33 min).

Den Wanderpreis für die Männer Achter (nur Vereinsachter ) konnte der Ratzeburger RC vor der LRG und dem LRK gewinnen. Schnellster Vierer wurde die Junior A Mannschaft der LRG mit Arne und Till Piontek, Finn Brose und Hanno Böhringer. Auch die „ Freizeitsportler „ wagten sich an die 7 km und gingen in einem Mixed Gig – Doppelachter für die LRG / LFRG über die 7 km Strecke.

Sehr erfreulich waren die vielen Zuschauer im Zielbereich die trotz des ungemütlichen Wetters den Aktiven Beifall spendeten. Herzlichen Dank an die Helfer von Start und Ziel, die für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Und ein besonderes Lob an das Team der LRG Ökonomie von Harald Kaske, die den plötzlichen Ansturm bewältigten und keinen hungrig nach Hause gehen ließen.

Alle Ergebnisse und viele Fotos auf http://www.luebeckregatta.de

Hanno Hagenström ist Weltmeister
Geschrieben von: Jochen Froelke

In Brive de la Galliarde fand in diesem Jahr das Treffen der weltbesten Junioren im Rudern statt. Mit dabei auch Hanno Hagenström . Er hatte sich über eine lange schweißtreibende Saison mit seinem Partner Arne Schwiethal Ratzeburger RC für die WM im Achter qualifiziert. In einem fünfwöchigen Trainingslager in Berlin Grünau bekam das DRV Flaggschiff von Bundestrainer Bernd Nennhaus den letzten Schliff. Im Vorlauf musste sich die Mannschaft noch mit Platz 3 zufrieden geben.

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Im Hoffnungslauf gab es dann schon eine deutliche Leistungssteigerung. Das Boot konnte mit Tagesbestzeit seinen Hoffnungslauf gewinnen. Im Finale galt es nun auch die Vorlaufsieger Groß Britannien und Italien zu beachten. Mit einer sehr offensiven Taktik versuchte sich der Achter vom Start weg in Front zu legen. Dies gelang auf eindrucksvolle Weise. Der Achter schob sich eine halbe Länge nach vorne. Nun wurde mit vielen Spurts versucht die Position zu halten. Der Achter konnte über die ganze Strecke die Spitzenposition halten. Ein unglaublicher Erfolg. Gold für Deutschland. Hanno Hagenström ist Weltmeister. Gleich in seinem ersten Junior A Jahr gelingt der ganz große Wurf. Mit 16 Jahren war Hanno der jüngste Ruderer im Team.

Regatta Bremen Jugendabteilung 2009

Geschrieben von: Lennart D´Laclaverie

Es war mal wieder so weit- für einige allerdings zum ersten Mal – vom 9 bis zum 10 Mai ging es nach Bremen zur 2. großen Regatta in diesem Jahr für die 12 bis 14-Jährigen. Wie immer, mussten wir am Freitag erst mal die Boote auf den Hänger laden. Dann ging es los am Samstagmorgen; für die Jungen gegen 12 Uhr mit dem Zug; die Mädchen waren schon früher mit dem Auto losgefahren.

Die Fahrt im Zug war sehr lustig und entspannend. Das Aufriggern der Boote war dann nicht mehr so lustig und entspannend, weil die Ausleger von einigen Booten leider nicht den Weg nach Bremen gefunden hatten. Aber wir konnten uns irgendwie helfen, manche bekamen ein anderes Boot oder andere Ausleger, obwohl die nicht immer passten.

Am späten Nachmittag fanden die 2500 Meter Rennen statt. Die Strecke mussten wir bewältigen ohne eine Wende zu machen. Wir hatten verschiedene Platzierungen erreicht – sogar auch die ersten Plätze konnten von uns besetzt werden. Am Abend haben wir mit den Junioren zusammen gegrillt. Später ging es dann in die Zelte, die wir in der Nähe der Regattastrecke aufgestellt hatten, zum Schlafen. In manchen Zelten wurde noch lange geredet und gelacht.

Der Sonntag begann für einige sehr früh, da die 300 und 700 Meter anstanden. Dort konnten wir wieder gute Platzierungen erreichen. Am Nachmittag mussten wir unser Lager abbauen, alles einpacken und uns für die Rückreise fertig machen. Auf dem Weg vom Ruderplatz zum Bahnhof in Bremen war es auf der Straße sehr überfüllt und manche Ruderer mussten ziemlich lange im Stau warten.

Wir hatten keinen Bock mehr mit dem Auto zu fahren – oder besser gesagt im Stau zu stehen – also stiegen wir aus und rannten bis zur nächsten Straßenbahn, die uns endlich zum Bahnhof brachte. Sonst verlief die Rückfahrt ohne Probleme. Gegen 20 Uhr waren wir wieder in Lübeck angekommen und ein schönes Ruder-Wochenende war vorbei.

Jugend trainiert für Olympia in Berlin
Geschrieben von: Björn Lötsch
Junior Weltmeister Hanno Hagenström konnte sich zusammen mit seiner Crew von der Geschwister Prenski Schule erneut über eine Medaille freuen. Die Mannschaft gewann in einem unglaublich spannenden Rennen die Silbermedaille. Über den Landesentscheid in Ratzeburg hatte sich das Team für das Bundesfinale des Wettbewerbs Jugend trainiert für Olympia in Berlin qualifiziert. Die Rennen wurden in Berlin Grünau auf der Olympiastrecke von 1936 ausgetragen. Schon im Vorlauf überzeugten die jungen Ruderer mit einem deutlichen Sieg. So wurde das Finale ohne Umwege erreicht. Hier kämpfte sich das Team nach einem etwas schlechten Start schnell wieder nach vorne. Es entwickelte sich ein harter Bord an Bord Kampf. Schließlich gewann das Team aus Osnabrück und die Mannschaft aus Kassel wurde Dritter.
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Zum Prenski Team gehörten: Jakob Kaltenbach, Hanno Hagenström, Thomas Matzat, Frederik Aurin, Kai Seidensticker, Lucas Dann, Tjark Pichner, Jacob Mader, Steuermann Hannes Reinberg und Ersatzmann Jonathan Rogg.

8. Sieg beim Eon Hanse Cup für den Achter der LRG
Geschrieben von: Björn Lötsch
Lübeck wieder Sieger beim Eon Hanse Canal Cup
Beim Sprint der Schülermannschaften herrschten im Kreishafen in Rendsburg sehr schwierige Wetterbedingungen. Waren am Vortag noch alle Rennen ausgefallen, legt sich der Wind am Sonntag leicht. Die Rennen konnten stattfinden. Im Vorlauf siegte der reine LRG Achter gegen Flensburg und Kiel. Das Finale wurde dann gegen Rendsburg und Schleswig mit einer Bootslänge Vorsprung sehr deutlich gewonnen. Es war nunmehr der achte Sieg in Folge. Die Männer wurden reich mit einem Rucksack und Klamotten beschenkt und der Verein bekommt ein neues Concept2 Ergometer.