Europameisterschaften in Varese

Neun Boote im A Finale, vier Medaillen, so die Bilanz dieser ersten Wettkämpfe nach langer Corona-Pause. Eine wichtige Zwischenstation für den DRV-Frauenachter auf dem Weg zur Olympia-Qualifikation. Denn das wichtigste Rennen um die Fahrkarten nach Tokyo folgt für das Team um Steuerfrau Larina Hillemann erst noch: Vom 16. bis 18. Mai müssen die Frauen auf dem Rotsee in Luzern um die Olympiateilnahme kämpfen. Entsprechend hatte Larina den Stellwert dieser EM bereits im Vorfeld relativiert. Während der frauenachter im Bahnverteilungsrennen noch als letzter die Ziellinie querte, zeigte sich die Mannschaft im Finale offensiver und versuchte, den Anschluss zu den Medaillenrängen nicht zu verlieren. Auf der zweiten Streckenhälfte gelang es, sich an die vierte Position hinter dem starken Führungstrio aus Russland, den Niederlanden und Rumänien vorzukämpfen, die aber leider gut 200 m vor dem Ziel nicht mehr gegen das starke Boot aus Großbritannien zu halten war.

Dennoch zeigte sich Larina optimistisch: „Wir sind so weit erstmal zufrieden mit dem Rennen am Sonntag. Natürlich wäre eine Medaille toll gewesen, aber am Ende zählt halt das eine Rennen in fünf Wochen und bis dahin geben wir jetzt nochmal Vollgas!“

Die LRG drückt dem DRV-Frauenachter mit Larina am Steuer dafür ganz fest die Daumen!

Auch der leichte Frauen-Doppelzweier mit Marie-Louise Dräger und ihrer neuen Partnerin Katrin Volk (Ulmer RC) hat die Olympia-Qualifikation noch vor sich. Beide konnten wir bereits bei ihren Trainingsvorbereitungen auf dem Elbe-Lübeck-Kanal beobachten. Der Einzug ins Semifinale gelang dem deutschen Doppelzweier ohne Umwege, dort mussten sie sich jedoch harter Konkurrenz geschlagen geben und im B-Finale starten. Am Ende reichte es für Platz zehn in der Gesamtwertung.

Unzufrieden und enttäuscht war der Deutschlandachter mit Hannes Ocick am Schlag. Zur Streckenhälfte lag das DRV-Team deutlich in Führung, musste dann aber die Boote aus Großbritannien, den Niederlanden und Rumänien vorbeiziehen lassen und kam als vierter ins Ziel.

Auf dem weiteren Weg zu den Olympischen Spielen wünschen wir Larina, Marie und Hannes mit ihren Teams viel Erfolg!

Fotos: D. Seyb/DRV