Training auf der Langstrecke

Das Hanseatische Langstreckenrennen ist für gewöhnlich eine erste Standortbestimmung der schleswig-holsteinische Nachwuchsruderinnen und –ruderer nach der Winterarbeit. Zudem lockt dieser Wettkampf, den es seit fast drei Jahrzehnten gibt, viele wettkampfbegeisterte Freizeitsportler an, stehen doch normalerweise die Vierer und Achter im Vordergrund.

2020 konnte der Regattasonntag auf dem Elbe-Lübeck-Kanal gerade noch vor dem ersten Lockdown stattfinden – eine gute Woche später waren dann die Bootshäuser dicht.

Knapp zwölf Monate später hat uns die Pandemie stärker denn je im Griff. Nach hoffnungsvollen Wochen im Herbst war der Sportbetrieb Anfang November stark eingeschränkt und kam landauf, landab kurz vor Weihnachten komplett zum Erliegen. Rudern im Kleinboot – eine der wenigen Ausnahmen, die noch möglich waren. Wettkampf? Regatta? in weite Ferne gerückt…

Deshalb konnte das Hanseatische Langstreckenrennen nicht wie gewohnt stattfinden. Keine Vierer! Keine Achter! Aber immerhin eine Trainingswettfahrt in Kleinbooten. Trotz widriger Wetterbedingungen mit niedrigen Temperaturen und böigem Südwestwind war sowohl bei den Ruderinnen und Ruderern als auch beim Orga-Team eine freudige Aufregung erkennbar. Das NDR-Fernsehen freute sich ebenfalls, endlich etwas anders als Fußball zu übertragen.

Ablegen, Starten und Rückkehr erfolgten nach genau getaktetem Zeitplan und strengen Hygienemaßnahmen. Zuschauer waren nicht zugelassen, Begleiter und Ruderfans nutzten jedoch die Weitläufigkeit des Zielbereiches am Geniner Ufer für einen Sonntagsspaziergang. Von Regatta-Normalität ist das alles noch weit entfernt. Aber es ist ein Anfang.

Ergebnisse, Bilder und Berichte gibt es unter www. luebeckregatta.de

 

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Fotos: KSchwarz