Schiebesturm auf dem Fühlinger See

Vorweg: Das Wetter musste sich über die Hoffnungsläufe qualifizieren! Am Donnerstag und Freitag war es kalt, nass und böig. Die Wasseroberfläche zeigte zeitweise Schaumkronen. Wahrlich keine Traumbedingungen bei den Vor- und Hoffnungsläufen dieser Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U17, U19 und U23. Die Sportlerinnen und Sportler des blauen Reviers kämpften sich wacker durch diese beiden Tage.

Am Samstag zu den U23 Entscheidungen zeigte sich der See von einer freundlicheren Seite.

Larina Hillemann steuerte den Männer B Vierer zu Silber. Mit dem Männer B Achter holte Larina die Bronzemedaille. Mit dieser Leistung empfahl sie sich für die U23 WM in Poznan und konnte sich über ihre Nominierung freuen.

Katharina und Franziska Stamer, Solveig Biehl (RK Flensburg) – allesamt A-Juniorinnen – versuchten sich mit Katharina Rogosch im Frauen B Doppelvierer und konnten eine Bronzemedaille mit nach Hause nehmen. Im Frauen Einer kam Katharina Rogosch als 14. ins Ziel.

Bei den B-Junioren gingen im RVSH-Trikot gleich zwei leichte LRG-Doppelzweier an den Start. Moritz Eckmann und Jonas Schulz mussten sich nach dem Hoffnungslauf geschlagen geben. Ihre Kollegen Ole Peters und Luuk Simmrow kamen eine Runde weiter und belegten Platz 12 von 22 Booten. Die vier rudern ihr erstes B-Jahr und haben alle Chancen, in den kommenden Jahren richtig anzugreifen.

Ole und Luuk starteten außerdem im Leichtgewichtsdoppelvier der B- Junioren in den beiden RVSH-Auswahlbooten. Ole erreichte mit seinem Team den 10. Platz, während Luuk sogar ins A-Finale kam und auf Rang 4 landete.

Ebenfalls einen 4. Platz erruderte Louis Schätzle im Junioren-Doppelvierer der Altersklasse B.

Bei den A-Junioren starteten Lasse Becher und Max Lennart Rosenfeld im Vierer mit Steuermann. Mit ihren Partnern aus Rendsburg und Kiel ruderten sie auf Platz 5.

Katharina und Franziska Stamer kamen im Juniorinnen A Vierer mit St. als vierte ins Ziel. Im gleichen Rennen holte Svea Pichner mit ihrer Partnerin Alissa Buhrmann vom Germania Ruderverein Eutin und Teamkolleginnen vom LRV Mecklenburg Vorpommern die Bronzemedaille. Enttäuschung statt Freude, schließlich ging es um nichts weniger als die Fahrkarte zur U19-WM in Racice. Im Achter konnten Svea und Alissa die Silbermedaille bis ins Ziel verteidigen. Aufgrund dieser Leistungen bekam Svea die Chance, sich durch zusätzliche Auswahlverfahren für die Juniorinnen-Nationalmannschaft zu qualifizieren und wurde inzwischen nach nominiert!

Während unsere leichten A-Junioren Alex Gross und Adrian Loewe im Vierer ohne nicht so recht ins Rennen fanden und im Hoffnungslauf ausschieden, sollte ihr Achter in Renngemeinschaft mit Kappeln, Friedrichstadt, Halle, Berlin und dem RVSH im drittletzten Rennen dieser Jugendmeisterschaften für Furore sorgen. „Achterzeit auf dem Fühlinger See“, tönte es aus dem Lautsprecher. Das Boot mit den beiden Lübeckern konnte sich vom Start weg in Führung legen. Teilweise schrumpfte der Vorsprung auf hauchdünne 0,25 sec. War das spannend! Die Stimme des Sprechers überschlug sich, die Boote rauschten ins Ziel und am Ende war es eine knappe, aber deutlich sichtbare Sekunde Vorsprung für Alex und Adrian und ihr Team! Jugendmeister 2018!

Herzlichen Glückwunsch! Vorstand und Mitglieder der Lübecker Ruder-Gesellschaft gratulieren den Sportlerinnen und Sportlern sowie allen Trainern und Betreuern zu diesen tollen Erfolgen!

Fotos von Detlev Seyb, und Olaf Pichner