Startseite Berichte 2011 Gelungenes RBL-Saisonfinale: LRG-Achter holt Bronze in Krefeld

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Gelungenes RBL-Saisonfinale: LRG-Achter holt Bronze in Krefeld PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Udo Sonnenberger   

Der Achter der Lübecker Ruder-Gesellschaft reiste nur eine Woche nach dem norddeutschen Heimspiel auf der Hamburger Innenalster zum Saisonfinale der 2. RuderBundesliga nach Krefeld: Mit im Gepäck einerseits die Gewissheit nur noch minimale Verbesserungen in der Abschlusstabelle erreichen zu können, anderseits der unbedingte Wille endlich das vorhandene Potential in eine Platzierung auf dem Siegertreppchen umzumünzen.

Während LRG-Coach Björn Lötsch im slowenischen Bled weilte, um seinen Ruderer Max Munski bei den Ruderweltmeisterschaften zu betreuen, reiste CoTrainer Alexander Carius mit an den Niederrhein um das Team optimal auf die letzten Sprintrennen der Saison einzustellen. „Bronze!“ konnte er kurz und bündig am Ende per SMS den daheimgebliebenen Fans verkünden

Auftakt nach Maß im Zeitrennen


Gleich im ersten Rennen des Tages legte neben den Hansestädtern ein Gegner nach Maß am Startpontons an: Das Boot aus dem sächsischen Pirna dominierte gemeinsam mit dem Achter vom Berliner RC den bisherigen Saisonverlauf fast nach Belieben. Knapper Sieg für Pirna vor Lübeck. Überraschend nur Dritter der Berliner RC, das Feld wurde komplettiert von Wiking Berlin. Beim Blick auf die Ergebnisse der Zeitrennen sah man erleichterte Gesichter bei der jungen Lübecker Mannschaft: Zweitschnellste Zeit auch im Gesamtvergleich und nur vom sicheren Aufstiegskandidaten aus Pirna bezwungen.

Sicher durch das Achtelfinale


Resultat aus dem Ergebnis des Zeitrennens war eine günstige Setzung der Achtelfinals. Das Lübecker Boot mit dem Namen „Malte Kirschstein“ auf dem Bug traf auf die direkten Verfolger in der Tabelle aus Dortmund und Dresden. Beflügelt durch das schnelle Rennen zum Einstand wurden beide Boote schon zur Streckenhälfte überspurtet. Ein Sieg der nicht nur in die vorderen Ränge des Tagesklassements führt, sondern auch Luft gegenüber dem Tabellenmittelfeld der 2. Ruder-Bundesliga verschafft.

Harter Prüfstein im Kampf um die vorderen Plätze


Die Gegner im folgenden Viertelfinale konnten sich sehen lassen. Die Boote aus Hannover und Hameln sind nach den Ergebnissen von Hamburg direkt vor den Männern aus Lübeck platziert. Nach einem erbitterten Gefühl über den Streckenverlauf vermochte keiner der 16 Ruderer und zwei Steuermänner in den Booten aus Hameln und Lübeck einen Sieger auszumachen. Auch die Zuschauer am Elfrather See mussten sich in Geduld üben: Zielfotoentscheid. Schließlich erkannte das Schiedsgericht einen Vorsprung von 6 Hundertstel Sekunden für die Hamelner. Die Enttäuschung beim Team um Schlagmann Finn Brose und WM-Steuermann Christoph Düring war nur von kurzer Dauer, auch Platz 2 reichte schließlich für den Einzug ins Halbfinale um die Podiumsplätze.

Niederlage gegen bärenstarke Berliner, Sieg im Rennen um Platz 3


Am Start zum Halbfinale lagen 257 Jahre Rudergeschichte nebeneinander. Der 1880 gegründete Berliner Ruder-Club traf auf die Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885. Alter vor Schönheit hieß es dann beim Zieleinlauf. Lübeck gibt sich am Ende mit einer halben Bootslänge dem Titelfavoriten aus der Bundeshauptstadt geschlagen. Für Co-Trainer Carius keine Katastrophe: „Wir wussten, dass es schwer wird, die Berliner im direkten Vergleich zu schlagen. Im Endlauf um den Bronzerang wollen wir dann aber in Bestbesetzung auf jeden Fall den Sack gegen Rüdersdorf zumachen.“

Die Planung ging auf: Kämpferisch und technisch stark, lässt sich der LRG-Achter die vier vorherigen Rennen nicht anmerken und besiegt überraschend deutlich die Aufstiegsaspiranten aus Rüdersdorf. Gute Stimmung schon beim Anlegen nach dem letzten Saisonrennen: Routinier und Mittelschiffmotor Christoph Matzat: „Es hat Spaß gemacht mit einem dynamischen und jungen Team ganz nach vorne zu fahren. Letztlich hätten im Saisonverlauf mehr Top 5- Platzierungen rausspringen müssen.“ Die Ergebnisse des letzten Renntages ergaben keine großen Veränderungen mehr in der Tabelle. Die Lübecker RG schließt mit einem 6. Platz ab, bleibt aber mit 13 Punkten hinter den Aufstiegsrängen etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück.
 

Download der Pressemitteilung zum letzten Renntag der Ruder-Bundesliga

 
 

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