|
Rang 10 für junges Bundesliga-Team der Lübecker Ruder-Gesellschaft auf dem Aasee in Münster Nach dem soliden Saisonstart mit einem 5. Platz in Frankfurt wollte der Bundesliga-Achter in Münster „nachlegen“. Wegen krankheitsbedingter Ausfälle, die kurzfristige Umbesetzungen notwendig machten, wurden die gesteckten Ziele in der westfälischen Universitätsstadt nicht erreicht. Beginn eines Renntages ist stets das Zeitfahren: In diesem Lauf entscheidet nicht die Platzierung im Vergleich mit den Konkurrenten auf den Nebenbahnen, sondern allein der absolute Zeitvergleich über die Zusammensetzung des folgenden Achtelfinals. Als die Startampel von Rot auf Grün springt, startet ein, im Vergleich zum Saisonstart in Frankfurt, deutlich verjüngter Lübeck-Achter vielversprechend in den Renntag: Obwohl das überragende Boot vom Berliner RC vor den Lübeckern durch das Ziel geht, können die Dresdner geschlagen werden. Ein in der Gesamtschau vielversprechender 6. Platz stimmt zunächst optimistisch.
Im darauf folgenden Achtelfinale kann sich das Boot nochmals steigern. Trotz fehlender gemeinsamer Trainingskilometer peitscht der junge Schlagmann Marten Backmann seine Crew nach vorne. Enttäuschung im Ziel: Die aus dem Vorlauf bekannten Berliner setzen sich erneut durch, dahinter wird es äußerst knapp. Der „Rhein-Ruhr-Achter“ wird vor den Männern der LRG Zweiter, Kassel schließt das Feld als Vierter ab. Platz 3 macht bereits einen „Durchmarsch“ in die Medaillenränge zunichte. Besonders bitter: Erneut erreichte man im nun nicht mehr maßgeblichen Quervergleich die sechstschnellste Zeit aller Boote. Im Viertelfinale reicht es endlich für den ersten Sieg: Mit einem Blitzstart schiebt das Team in Blau-Weiß seinen Bugball vor Witten und Wiking Berlin über die Ziellinie. Ein entgegengesetztes Bild im folgenden Halbfinale gegen Düsseldorf. Der LRG-Achter kommt nur schwer in die Gänge, kämpft sich Richtung Ziel aber heran. Niemand kann zunächst einen Sieger ausmachen. Erst das Zielfoto bringt Klarheit: Ein knapper Vorsprung für Lübeck! Im abschließenden Finale um die Plätze 9 und 10 reicht es dann nicht ganz zum dritten Sieg in Folge. Das Boot aus Esslingen verdrängt Lübeck auf Platz 10 in der Abschlusstabelle. So ganz spiegelt für den mitgereisten Trainer und Betreuer Alexander Carius diese Platzierung die Mannschaftsleistung des Renntages aber nicht wieder: „Kämpferisch hat sich die Mannschaft super präsentiert. Wir hatten die mit Abstand jüngste Mannschaft aller Bundesligisten, die kurzfristig eingesetzten Ruderer haben sich bewährt.“ Leider wurden wir nach dem Achtelfinale etwas nach hinten „durchgereicht“. Angesichts der kurzfristigen Umbesetzungen sehe ich den Renntag in Münster mit einem lachenden und einem weinenden Auge“. Der nächste Renntag der Ruder-Bundesliga findet am 06. August in Hannover statt. Beim „Nordderby“ möchte der Lübeck-Achter wieder deutlich weiter nach vorne fahren.
|