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Bundesliga-Achter der Lübecker Ruder-Gesellschaft beißt sich durch: Platz 5 beim Saisonauftakt in Frankfurt |
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Geschrieben von: Udo Sonnenberger
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Am ersten Renntag der Saison in der „Main-Arena“ im Herzen Frankfurts erreichte der Achter der Lübecker RG in der 2. Ruder-Bundesliga einen versöhnlichen 5. Platz. Dabei bewies die Mannschaft von Trainer Björn Lötsch insbesondere in den Endläufen ihre Durchsetzungsfähigkeit.
Schon beim Zeitfahren, entscheidend für die Setzung der folgenden Achtelfinals, fuhr das Team ein offensives Rennen. Eine unverschuldete leichte Kollision mit dem Achter aus Dresden machte eine Platzierung unter den Top 3 des Zeitfahrens zunichte. Im Achtelfinale traf man als Fünfter in der Zeitwertung auf die im Vorfeld stark eingeschätzten Mannschaften aus Rüdersdorf und Hannover. In einem äußerst engen Zielfotoentscheid nach hitzig geführtem Bord-an-Bord-Kampf musste man sich nur der Mannschaft aus Rüdersdorf geschlagen geben, während es gelang, die Niedersachsen hinter sich zu lassen. Die Niederlage gegen das im Vorfeld favorisierte Boot aus Rüdersdorf bedeutete gleichzeitig, dass man im Viertelfinale auf sehr starke Mannschaften treffen würde. Im anschließenden Lauf hatte man den Teams aus Pirna, Hameln und Dortmund nicht genug entgegen zu setzen und fuhr sichtlich enttäuscht auf Platz 4 ins Ziel.
Augenscheinlich war einerseits die gute physische Verfassung des Team, anderseits machten technische Abstimmungsprobleme und die Verletzung eines Ruderers Umbesetzungen notwendig: Der U23-Weltmeister im Achter von 2010, Ruben Anemüller rückte aus dem Mittelschiff auf die wichtige Steuerbord-Schlagposition hinter Finn Brose.
Die Veränderung zeigte Wirkung: Mit einer hervorragenden Moral und aggressiven Starts gelangen in den folgenden Rennen deutliche Steigerungen. Im direkten Duell konnte zunächst Düsseldorf im Halbfinale deutlich geschlagen werden. Im abschließenden Endlauf um die Plätze 5 und 6 gelang es, die im Viertelfinale noch schnellere Mannschaft aus Dortmund hinter sich zu lassen und sicherte sich somit Platz 5. In der Endabrechnung fanden sich die Mannschaften aus Pirna, Berlin und Hameln auf dem „Treppchen“ wieder.
Der mitgereiste Betreuer Alexander Carius zog so auch ein verhalten positives Fazit des Saisonauftakts: „Wir sind insbesondere in den ersten Zwischenläufen unter unseren Möglichkeiten geblieben. Letztlich war es aber ermutigend mit welcher Moral und mannschaftlichen Geschlossenheit die Mannschaft sich noch auf den 5. Platz vorgearbeitet hat.“
Die Platzierung verschafft zunächst eine solide Ausgangsposition für den nächsten Renntag am 9. Juli in Münster: „Wir haben jetzt 5 Wochen Zeit, die müssen wir nutzen, um mannschaftlich noch geschlossener zu rudern.“ gibt Trainer Björn Lötsch die weitere Marschroute vor. Vom Aufstieg zu träumen wäre derzeit vermessen, aber man will an die führenden Mannschaften, insbesondere aus Berlin und Pirna heranrücken, die derzeit das Maß der Dinge in der 2. Ruder-Bundesliga sind. |