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Die Anschaffung eines neuen Achters ist für jeden Ruderverein ein herausragendes Ereignis. Die Taufe des neuen „Acht-Zylinders“ der Berliner Werft BBG am 16. Mai war für das Sprint-Team der LRG dennoch ein besonders bewegender Moment: Das „Nordlicht“ der 2. Ruderbundesliga startet zukünftig mit einem Boot, dass am Bug den Namen „Malte Kirschstein“ trägt.
Malte war mehrfacher Deutscher Jugendmeister und 2009 Schlagmann der LRG- Mannschaft. Ende des letzten Jahres verstarb er an einer Krebserkrankung. Er hinterließ „seiner“ Mannschaft den finanziellen Grundstock für den Kauf des neuen Bootes. So ging auch der 1. Vorsitzende in Ansprache auf die besondere Symbolik ein: „Malte war stets ein begeisterter Ruder und liebte den Wettkampf.“ Er ist weiter „an Bord“ wenn sich Mannschaften der LRG mit ihren Gegnern messen. Sein Freund und Ruderkamerad Christoph Matzat ging in seiner Taufrede vor zahlreichen Ruderern und engen Freunden auf die unvergessliche Art ein, wie sich Malte voller Ehrgeiz und Eifer dem Rudersport verschrieb. Anderseits gelang es ihm mit viel Humor und Gelassenheit die gemeinsame Zeit in „seiner LRG“ für alle Wegbegleiter so wertvoll zu machen. Im Anschluss der Taufe konnte LRG-Trainer Björn Lötsch einen Scheck an die Vorsitzende der „Lübeck-Hilfe für krebskranke Kinder“ überreichen. Die Summe wurde im Rahmen des Lübecker Ergo-Cups als Überschuss eingenommen und kommt zukünftig der Unterstützung erkrankter Kinder und deren Angehörigen zu Gute.
In der Frankfurter „Main-Arena“ wird das neue Boot erstmals im Rennen eingesetzt, nachdem die vergangenen Trainingseinheiten vielversprechend verliefen. Auch wenn das teilweise neu formierte Team um Schlagmann Finn Brose auf einige Spitzenkräfte verzichten muss: Man möchte gleich zu Beginn der Saison mit guten Ergebnissen eine gute Ausgangsposition schaffen. Mit dabei sein wird auch U23-Weltmeister Ruben Anemüller, der auf Position 6 für Vortrieb sorgen wird. Gleichzeitig bringt er Ruhe und Erfahrung in das junge Team. Gleich im Vorlauf möchte man die Gegner vom routinierten „Fledermausachter“ aus Dresden und den „Neuling“ aus Esslingen schlagen. „Im Vordergrund steht aber ein konzentriertes erstes Saisonrennen und eine im Gesamtvergleich gute Zeit“ so Co-Trainer Udo Sonnenberger. Mit den Ruderern aus dem „Elbflorenz“ lieferte man sich schon im letzten Jahr enge Duelle mit wechselndem Ausgang. Das Boot aus Esslingen ist schwer einzuschätzen, stellt es sich doch seiner ersten Saison in der Ruder-Bundesliga. Am Samstag um 10:17 Uhr wird sich die Mannschaft der LRG in einem ganz besonderen Boot erstmals mit der Konkurrenz messen.
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