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Der in der 2. Ruder-Bundesliga startende Achter der Lübecker Ruder-Gesellschaft erfüllte die Erwartungen beim 4. Renntag auf der Hamburger Innenalster und schließt zum ersten Drittel der Tabelle auf.
Schnellstes Boot im Zeitfahren Als Trainer Björn Lötsch seine Männer nach dem morgendlichen Zeitfahren am Steg in Empfang nahm, herrschte gelöste Stimmung. Hatte man doch mit dem Münchener Boot eines der bisher stärksten Boote der Liga im direkten Vergleich geschlagen. Als wenig später das Gesamtergebnis des Zeitfahrens verkündet wurde, bestätigte sich der subjektive Eindruck einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung im wichtigen ersten Rennen des Tages: Der LRG-Achter qualifizierte sich mit der besten Zeit der 2.Bundesliga für das Achtelfinale. Selbst im Vergleich mit der 1. Bundesliga hätte es für einen dritten Platz gereicht. Einerseits fand die Mannschaft die Bestätigung ihrer guten Trainingsleistungen, anderseits sah sie sich nun unverhofft in der Rolle des Favoriten. Konzentrierte Vorstellung im Achtelfinale Im Achtelfinale traf die Crew um den neu formierten Schlagzweier Hägar Habermann und Thorben Schmiedeberg auf den RC Witten, der sich erst über den Hoffungslauf für diese Runde qualifizieren konnte. Die Einstellung der Mannschaft stimmte. Ein schneller Start und ein kontrolliertes Finish sorgte für eine selbstbewusste und souveräne Vorstellung gegen das Boot aus dem Ruhrgebiet. Die Arbeit der letzten Wochen schlug sich in einer sehr hohen Schlagfrequenz und technisch sauberer Wasserarbeit nieder. „Wir haben im Training eine sehr gute Entwicklung vollzogen, technisch hat sich der Achter weiterentwickelt. Wir setzen unsere physische Stärke jetzt auch in Vortrieb um“ so Schlagmann Hägar Habermann. Zielfotoentscheid gegen starken Rüdersdorfer Achter Mit dem Rüdersdorfer RV Kalkberge traf der Lübeck-Achter im Viertelfinale auf ein Team, das in der laufenden Saison im direkten Vergleich zumeist die Bugspitze vorn hatte. Sorgenvolle Gesichter bei den mitgereisten Lübecker Fans nach den ersten Metern des Rennens: Deutlich zäher und verkrampfter rudernd, lag die LRG bis kurz vor dem Ziel auf gleicher Höhe mit dem Boot aus Rüdersdorf. Hinter der Ziellinie dann bange Sekunden des Wartens. Die Zielfotoentscheidung ergab einen Vorsprung von knapp 2 Zehntel Sekunden für das Team in Blau-Weiß. Weiter ungeschlagen ging es nun um die ersten vier Plätze im Tagesklassement. Erst in den Abendstunden galt es nun gegen den Dauerrivalen vom RC Allemannia Hamburg zu bestehen. LRG-Achter schlägt heimstarke Hamburger Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang auch hier eine Umkehrung des Ergebnisses vom vergangenen Renntag in Krefeld. Die Lübecker RG besiegte den starken Achter vom Ostufer der Außenalster und erreicht erstmals das Finale um den Tagessieg. Dabei setzte sich das Team mit der höheren Endgeschwindigkeit erst auf den letzten Metern des Rennens die entscheidenden Zentimeter vom hochkarätig besetzten Boot aus Hamburg ab. Sehr positive Bilanz trotz Finalniederlage Der Finalgegner vom RC Favorite Hammonia Hamburg hatte sich in ähnlich souveräner Manier in das Finale um den Tagessieg gerudert. Im Gegensatz zum sehr jungen Lübecker Team hatten sie zudem einige ehemalige WM-Teilnehmer an Bord, die womöglich für das Finale ihre größere Erfahrung in die Waagschale werfen konnten. Der Achter des Hamburger Traditionsvereins setzte sich am Ende recht deutlich gegen das Boot aus Lübeck durch. Ungeachtet der am Ende deutlichen Niederlage gegen das Boot des RC Favorite empfing die hervorragend aufgelegte Crew zu Recht den Beifall der Zuschauer auf der Ehrenrunde und bei der anschließenden Siegerehrung. Trainer Björn Lötsch zieht ein sehr psotives Fazit: „Der Achter hat heute sein Potential gezeigt. Unser Ziel ist es für die letzten zwei Rennen diesen Eindruck zu bestätigen.“ Mannschaft: Sören Grimm, Finn Brose, Kjell Arndt, Martin Lange, Maarten Maeder, Arne Kirschstein, Thorben Schmiedeberg, Hägar Habermann, Stm. Christoph Düring |