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Im Heimatrevier des stärksten Sprintachters Deutschlands der vergangenen Jahre, dem Elfrather See in Krefeld, machte am Samstag, 10. Juli 2010 die Ruderbundesliga Station. Es galt, ganztägig den hohen Temperaturen von über 35 Grad Rechnung zu tragen. Sollte die Leistungsfähigkeit erhalten bleiben, galt es die Aufenthaltsdauer auf dem Wasser möglichst kurz zu gestalten und sich zwischen den Rennen, von kurzen Abkühlungen im Wasser abgesehen, fast ausschließlich im Schatten aufzuhalten. Auch in der 2. Bundesliga ist das Leistungsniveau sehr hoch und die Zeitabstände nur gering. Die RBL hat bereits im zweiten Jahr ihres Bestehens dafür gesorgt, dass zahlreiche Vereine mit großem personellem und zeitlichem Aufwand ihre Boote vorbereiten, um sich in den publikums- und medienwirksamen Sprintrennen entsprechend zu positionieren. Nach einem recht erfolgreichen Auftakt in Frankfurt (Platz 6) und nur mäßigen Leistungen in Rauxel (Platz 14) konnte sich das Team der Lübecker Rudergesellschaft in Krefeld stabilisieren. Nach dem 8. Platz im Zeitfahren wurde unser Team in ein Achtelfinale mit dem 5. des Zeitfahrens, dem Rhein-Ruhr-Achter aus Duisburg und der RG Hansa Hamburg (17. Platz Zeitfahren) gesetzt. Die mit einigen A-Junioren „verjüngte“ Crew wurde in der Rennbesprechung von Bootstrainer Udo Sonnenberger auf einen Bord an Bord-Kampf mit dem gut eingefahrenen Achter aus Duisburg eingestellt. Unser Achter ging recht verhalten aus den Blöcken, konnte dann aber sehr schnell einen Vorsprung gegenüber den Lokalrivalen von der Außenalster errudern. An den Achter aus Duisburg hatte man sich auf Höhe der 300m Marke durch eine höhere Endgeschwindigkeit herangearbeitet. Auf Höhe des Ziels waren mit bloßem Auge keine Platzierungen mehr auszumachen. Die langen Sekunden des Wartens auf die Auswertung des Zielfotos brachten einen Vorsprung von 11/100 Sekunden für die Duisburger. Trotz der anfänglichen Enttäuschung über diese knappe Niederlage ging man mit einer positiven Grundeinstellung in die nächsten Rennen, konnte man doch vor dem Renntag in Krefeld die eigene Leistungsfähigkeit mit einer noch wenig eingefahrenen Crew kaum einschätzen. Zur größten Mittagshitze fand das Viertelfinale gegen den Achter aus Osnabrück und den RC Allemannia Hamburg statt. Die Allemannen lagen zwar im morgendlichen Zeitlauf deutlich hinter uns, konnten sich dann aber steigern. So sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild wie im Rennen zuvor. Allemannia legte sich am Start an die Spitze, Blau-Weiß rauschte Richtung Ziel heran und lag auf der Ziellinie vermeintlich gleich auf, während Osnabrück auf der dritten Position lag. Wieder waren es nur 15/100 die uns vom Sieg trennten. Die beiden Niederlagen führten dazu, dass es nun galt in den beiden letzten Rennen die Plätze 9-12 auszufahren. Für die im Vorfeld angestrebte Platzierung unter den ersten 10 Booten musste das nun folgende Halbfinale gewonnen werden. Man traf auf den Achter des RC Witten, der im Verlauf des Renntages einen ähnlichen Eindruck wie unser Boot hinterlassen hatte. Uns gelang ein ähnlich stabiles Rennen wie in den Läufen zuvor. Wir fuhren einen aggressiveren Start doch reichte es am Ende nicht den eigenen Bugball vor das Boot aus Witten zu bekommen. Die Mannschaft um den hervorragend eingestellten Schlagzweier Arne Kirschstein und Hanno Hagenström konnte jedoch trotz der knappen Niederlagen die Spannung halten. Im abschließenden Finale um die Plätze 11 und 12 gelang ein deutlicher Sieg gegen die aus dem Achtelfinale bekannten Osnabrücker. So fiel das Fazit vor der Rückfahrt gen Norden gemischt aus. Einerseits verzeichneten wir im Gegensatz zu anderen Mannschaften, trotz der großen Hitze keine körperlichen Ausfälle und fuhren fünf konstante Rennen. Anderseits konnte die hohe Endgeschwindigkeit im Endspurt ob der verhaltenen Starts nicht genutzt werden. Im Vorfeld der nächsten Rennen gilt es nun in erster Linie an einer schnelleren Startphase zu feilen. Dies wird nur gelingen, wenn mit einem festen Mannschaftskern regelmäßig trainiert werden kann. Aufgrund von gesundheitlichen und terminlichen Problemen fehlten so in Rauxel und Krefeld noch Hägar Habermann, Thorben Schmiedeberg und Martin Lange. Diese werden für die kommenden Aufgaben wieder größtenteils zur Verfügung stehen, so dass sie die Mannschaft insbesondere durch eine gute Physis noch weiter verstärken. Mannschaft Krefeld: Arne Kirschstein, Hanno Hagenström, Maarten Maeder Jakob Kaltenbach, Ole Heiden, Kjell Arndt, Tjark Pichner, Alexander Carius, Jonas Orthmüller, Stm. Peer Simon Somrau (inkl. 1 Ersatzruderer) |