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Peter Ording erneut Weltmeister auf dem Ruderergometer |
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Geschrieben von: Jochen Froelke
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Boston/USA war erneut Austragungsort für die Weltmeisterschaften der Ruderergometer. Peter hatte sich auf den Norddeutschen Ergometermeisterschaften in Lübeck mit 6:18 min über die 2000m Wettkampfstrecke für die Weltmeisterschaften qualifiziert. In Lübeck startete er noch in der offenen Klasse und konnte mit seiner Zeit sogar Platz 8 in der Deutschen Rangliste belegen. In Boston ging er in der Altersklasse 30-39 an den Start. Zweimal in Folge war Peter hier schon erfolg- reich und kehrte mit dem Titel nach Deutschland zurück. Die Konkurrenz war in diesem Jahr besonders stark. Am Start unter anderem die dänische Ruderlegende der zweifache Olympiasieger im Leichtgewichts Vierer ohne Steuermann Thomas Ebert und Andy Quinn, Mitglied der US Nationalmannschaft. Vor dem Rennen zeigte sich Peter gewohnt selbstbewusst:“ Ich bin gut drauf, die Trainingszeiten stimmen. So kann ich auch Ebbert schlagen“.
Peter ging das Rennen gewohnt offensiv an. Doch Thomas Ebbert hat den besseren Start und liegt knapp vor ihm. Nach 800m übernimmt er die Führung und baut sie bis auf 10 Meter aus. Auf den letzten Metern greifen Ebert und Quinn nochmal an. Peter kontert bravourös und überquert in 6:17,9 als erster die Ziellinie. Peter Ording von der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 wird erneut Weltmeister in der Altersklasse 30-39 vor Quinn und Ebbert. „Das Rennen war tierisch hart, und ich bin einfach nur glücklich, dass es am Ende gereicht hat“, so der 32jährige Ingenieur anschließend. „Mir sind unterwegs fast die Beine explodiert, aber irgendwie habe ich überlebt.“ Als Trophäe durfte er anschließend neben der Goldmedaille den traditionellen Hammer entgegennehmen. Auf die Frage nach seinen sportlichen Zukunftsplänen kann Peter noch keine genaue Antwort geben. Aber vielleicht lockt im nächsten Winter erneut die Ergometer-WM und weckt seinen Ehrgeiz. Ebenfalls siegreich war die gebürtige, jetzt für Rostock startende, Lübeckerin Marie Louise Dräger. Marie hat ja bekanntlich bei uns in Lübeck das Rudern erlernt. Musste sie sich bei den Olympischen Spielen in Peking noch mit Platz 1 begnügen, wurde sie mit einem eindrucksvollen Start-Ziel Sieg Weltmeisterin. In 7:05,2 verpasste sie ihren in Lübeck aufgestellten Deutschen Rekord nur knapp. Sie flog von Boston direkt ins Trainingslager der Nationalmannschaft nach Sabaudia. Dort will sie sich auf die Weltmeisterschaft in Poznan/Polen vorbereiten, um auch da nach den Medaillen zu greifen. LRG |